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4. Juli 2014
Schulweg lieber zu Fuß: Polizei sammelt Schultüten für Aktion an Grundschulen

Kinder überqueren einen Zebrastreifen: Gerade Grundschüler sollten laut Polizei den Schulweg zu Fuß zurücklegen. Parkende Autos behindern sie dabei. Foto: Ralf Fricke
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Braunschweig. Kind hat verschlafen, Kakao ist zu heiß, Schuhe nicht gefunden, schon ist es zu spät: Morgens ist in Familien oft wenig Zeit, da entscheiden sich viele Braunschweiger Eltern, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Ist ja auch sicherer als zu Fuß, von Tür zu Tür gebracht zu werden ist außerdem bequem. Die Braunschweiger Polizei will aber genau das unterbinden und sammelt für eine Aktion zum Schulbeginn nun Schultüten.


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„Die wollen wir an Grundschulen dort auf die Straße legen, wo eigentlich Halteverbot herrscht, wo Eltern aber trotzdem immer halten, um ihre Kinder abzuliefern“, sagt Ines Fricke, Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizei. Damit wollen die Beamten und auch Grundschüler höherer Klassen auf die gefährliche Situation aufmerksam machen. Die Kinder nämlich, die zu Fuß zur Schule kämen, wüssten wegen der Blechlawinen gar nicht, wo sie gefahrlos entlanggehen könnten. „Durch den vielen Verkehr ist das gerade für die Kleinen sehr gefährlich, denn zum einen sehen sie nichts und zum anderen werden sie auch nicht gesehen“, sagt Fricke.

Etliches habe die Polizei schon versucht. Verwarnt, gesprochen, Elternbriefe geschrieben, Zitronen als Falschparker verteilt – nichts habe geholfen. „Die Eltern sehen das dann kurz ein und spätestens zwei Wochen drauf stehen sie wieder da“, erzählt Fricke. Es seien ja nur ein paar Sekunden, so das Argument vieler Eltern. „Ja – aber direkt darauf folgt ja das nächste Auto!“

Es sei ohnehin viel besser, den Schulweg zu Fuß zurückzulegen. „So lernt man die Strecke und den Straßenverkehr kennen und schult obendrein auch noch Motorik und Ausdauer“, sagt Fricke. Sie wirbt dafür, wenigstens 200 Meter entfernt zu halten, wenn das Kind den ganzen Weg nicht selbst  zurücklegen kann. „Aber selbst dazu sind viele Eltern nicht bereit.“

Für die Aktion bittet sie nun Grundschulen und Privatpersonen um Hilfe, beispielsweise durch Bastelaktionen. „Wir hoffen auf etwa 80 Stück“ sagt Fricke. Die Schultüten, die die noch unerfahrenen Grundschüler symbolisieren sollen, können bis Ende August in der Dienststelle in der Friedrich-Voigtländer-Str. 41 beim Pförtner abgegeben werden. Auch Abholung ist möglich, das sollte unter der Telefonnummer 0531/ 476-3055. angemeldet werden.


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