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Knapp will sechs Millionen Euro in Gliesmaroder Bad stecken: Stadt rechnet

4. Juni 2014 von
In das Gliesmaroder Bad will Friedrich Knapp richtig viel Geld investieren. Foto: Archiv/André Ehlers

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Braunschweig. Friedrich Knapp will richtig investieren. Der „New Yorker“-Inhaber will sechs Millionen Euro in die Rettung des maroden Schwimmbades in Gliesmarode stecken, als Privatvergnügen sozusagen (Braunschweigheute.de berichtete). Das Gelände will er der Stadt für einen symbolischen Euro abkaufen. Die muss nun rechnen: Eigentlich sollten dort Wohnungen entstehen. 


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„Eigentlich schenkt Friedrich Knapp der Stadt ein Schwimmbad“, sagt Thomas Krecklenberg, Geschäftsführer von „New Yorker“. Die Intention von Knapp sei nicht, seine Investitionssumme möglichst schnell wieder herauszukriegen. „Das wird er vermutlich nie“, sagt Krecklenberg. Der Gedanke sei einfach, ein schönes Bad zu erhalten, „eines der schönsten in der Stadt“. Zusätzlich will Knapp noch ein Naturfreibad – einen Badesee – einrichten. Das alles bei gleichbleibenden Eintrittspreisen und obendrein ohne Verlust.

Denn aktuell muss die Stadt jedes Jahr 600.000 Euro draufzahlen, um das Bad zu betreiben. Für Kommunen bundesweit sind Schwimmbäder ein Zuschussgeschäft. Krecklenberg hat andere Erwartungen.  „Ich glaube das einfach nicht, dass das zwingend ein Verlustgeschäft sein muss“, sagt er. Man werde versuchen, eine schwarze Null zu erwirtschaften. 15 Jahre will Knapp das Bad betreiben, mindestens. Was danach geschehen soll, ist noch offen.

Viele Fragen sind noch offen

Die Stadt muss nun rechnen, was ihr mehr wert ist: Ein erhaltenes Bad – das allerdings zumindest zeitweise in Konkurrenz zu den noch nicht eröffneten „Wasserwelten“ stehen dürfte -, und darüber hinaus die gesparten Abrisskosten, oder die Einnahmen aus 90 hochwertigen Wohnungen. „Da sind noch einige Fragen offen – solange die nicht beantwortet sind, kann die Stadt sich dazu nicht äußern“, sagte der städtische Pressesprecher Adrian Foitzik am Mittwoch.  In einem Brief an Knapp schreibt Finanzdezernent Christian Geiger, die Stadtverwaltung habe zwar bereits mit der Auswertung des Vorschlags begonnen, brauche aber noch genauere Details, wie er sich den Betrieb vorstellt.

Dass das Gliesmaroder Bad den neuen „Wasserwelten“ das Wasser abgraben könnte, glaubt Krecklenberg indes nicht. „Ich glaube, dass die Stadt dieses Bad gut vertragen könnte“, sagt er. Außerdem, Krecklenberg verweist auf Medienberichte, gehe man ja seitens der Stadtbad GmbH auch schon davon aus, dass gegebenenfalls noch ein Bad gebaut werden müsse.

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