Anzeige

Anzeige
Anzeige

3. Januar 2016
Servicestelle für Migranten soll Gesundheitsversorgung erleichtern

Besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung für Migranten. Symbolfoto: Alec Pein
Anzeige

Braunschweig. Das Braunschweiger Projekt „Interkulturelle Service-/Anlaufstelle für Gesundheitsfragen“ ist von einem Gremium als eines von vieren für eine Förderung in Höhe von jeweils 100.000 Euro ausgewählt worden. Dies teilte die Stadt Braunschweig mit. Eingesetzt werden sollen die Mittel im Bereich Gesundheitsversorgung bei Migranten. 


Anzeige

Eine qualitative Befragung hatte Ende 2013 ergeben, dass insbesondere sprachliche und kulturelle Verständigungsschwierigkeiten Migranten den Zugang zur Gesundheitsversorgung erschwerten. Es gebe Hemmschwellen, medizinische Beratungen oder Gesprächstherapien in Anspruch zu nehmen, weil die Kommunikation sich schwierig gestaltet und auf der Versorgungsseite fehle es oftmals an kulturellem und religiösem Verständnis. Zusätzlich seien laut der Ergebnisse medizinische Angebote nicht umfassend bekannt bei Migrantengruppen. Das Projekt soll diese Barrieren abbauen und Migranten den Zugang zur Gesundheitsversorgung erleichtern. 111.000 Euro stehen dafür zur Verfügung, 100.000 Euro Förderung und 11.000 Euro aus Eigenmitteln der Stadt. Das konkrete Angebot der Servicestelle und wo diese zu finden sein wird, soll bei einer Auftaktveranstaltung vorgestellt werden. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Koordinierungsstelle soll eingerichtet werden

Mit Beginn des Projektes Anfang 2016 wird eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die den konkreten Bedarf von Migranten ermittelt, um passende Angebote zu entwerfen. Dafür werden diese frühzeitig eingebunden werden. Weitere Kernaufgaben der Servicestelle werden es sein, Hilfesuchende dabei zu unterstützen, geeignete medizinische und soziale Angebote zu finden, Formulare auszufüllen und sprachlicher und kultureller Mittler beispielsweise zwischen Arzt und Patient zu sein. Außerdem soll die Servicestelle den direkten Kontakt zu schwer erreichbaren Migrantengruppen herstellen und diese aktiv über Angebote zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention informieren.


Zurück zur Titelseite Artikel drucken

Anzeige