Stabile Stromversorgung mit Windenergie, Solarstrom und Speichersystemen


Die Photovoltaikanlage (mit 14 kW installierter Leistung) auf dem alten Heizkraftwerk der TU Braunschweig ist Teil des Forschungsprojekts Netzregelung 2.0. Foto: elenia/TU Braunschweig
Die Photovoltaikanlage (mit 14 kW installierter Leistung) auf dem alten Heizkraftwerk der TU Braunschweig ist Teil des Forschungsprojekts Netzregelung 2.0. Foto: elenia/TU Braunschweig

Braunschweig. Wissenschaftler am Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia) der Technischen Universität Braunschweig erforschen, wie die Stabilität der Stromversorgung unter den gegebenen Bedingungen auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Sie befassen sich insbesondere mit geeigneten Regelungsverfahren.


Deutschland verfügt über ein stabiles Stromnetz. Dafür sorgen sogenannte Synchrongeneratoren von Großkraftwerken. Mit der Energiewende werden die Kraftwerke jedoch mehr und mehr durch dezentrale Erzeugungsanlagen ersetzt. Sie sind mit Stromrichtern, die die eingespeiste Stromart umwandeln, an das elektrische Netz gekoppelt.

Das elenia-Team ist damit Teil des Verbundvorhabens „Netzregelung 2.0“. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert. Knapp 1,5 Millionen Euro davon fließen an die TU Braunschweig.

„Wir untersuchen unter anderem, wie Stromrichter mit den geforderten Eigenschaften sowohl räumlich als auch bezogen auf die einzelnen Spannungsebenen und Erzeugungstechnologien verteilt sein müssen“, erklärt Prof. Dr. Bernd Engel die Forschungsinhalte des Projekts und nennt weitere Forschungsfragen: „Welche Rolle spielen zukünftig die verschiedensten Speicher, von der kleinen Batterie in der häuslichen Photovoltaik-Anlage bis hin zu großen Speichern im Megawattbereich zur Regelleistungserbringung? Wie können Zielkonflikte zwischen den verschieden Netzfunktionen der Stromrichter gelöst werden?“

Das Verbundvorhaben Netzregelung 2.0


Die Koordination des Verbundvorhabens liegt beim Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) in Kassel. Neben der Technischen Universität Braunschweig beteiligen sich die Universität Kassel, der Verteilnetzbetreiber EWE NETZ GmbH AG, die innogy SE Gruppe mit den angeschlossenen Verteilnetzbetreibern Westnetz GmbH und Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, die Stromrichterhersteller und Systemanbieter SMA Solar Technology AG und Siemens AG, European Distributed Energy Ressources Laboratories (DERlab) e.V. für die internationale Vernetzung, die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), die vier Betreiber des deutschen Übertragungsnetzes sowie das Forum Netztechnik und Netzbetrieb (FNN) im VDE als die Netzanschlussregeln definierende Institution.


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