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4. Mai 2015
Trendige Klamotten aus fairer Produktion: Hey, Jojeco ist da!

Jens und Johannes (von links) haben am 2. Mai Jojeco, den ersten Ecofashion-Store Braunschweigs, im Magniviertel (Ölschlägern 30) eröffnet. Jetzt kann endlich auch bei uns nachhaltig geshoppt werden. Foto: Robert Braumann
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Braunschweig. Öko-Kleidung aus nachhaltiger Produktion, von Menschen gefertigt, die fair bezahlt werden, sieht natürlich nicht hip aus und ist nicht zu bezahlen? Jens Arnemann und Johannes Wegener eröffneten am vergangenen Samstag den Ecofashion-Store „Jojeco“ im Magniviertel und beweisen eindrucksvoll das Gegenteil. Die Kollektionen sind hochwertig verarbeitet, begeistern mit tollem Design und kosten nicht mehr als vergleichbare Markenware.


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„Das soll öko sein?“, lautet die am häufigsten gestellte Frage, das glaube ich nicht, wirklich? „Viele wissen einfach noch nicht, dass Öko auch anders kann, als das weit verbreitete Klischee von Wollstrick, Jutesack und Jesuslatschen“, erzählt Jens. Doch wer sich einmal im Laden umschaut, der sieht genau diese Vorurteile sofort widerlegt. Die Klamotten sind stylisch, extrem gut verarbeitet und absolut im Trend. Eigentlich merkt man nur am Etikett und den Gütesiegeln, dass es sich hier um Öko-Kleidung handelt. Wer nachhaltig einkaufen möchte und dabei echt angesagte Sachen anziehen möchte, der ist bei Jojeco perfekt aufgehoben. Es zeigt sich, dass grün eben auch jung, frech, lässig und absolut alltagstauglich sein kann.

Entschlussfassung als Prozess

Doch wie sind die beiden Freunde auf die Idee gekommen, so einen Laden in der Löwenstadt zu eröffnen? Jens erzählt, dass die Entschlussfassung ein Prozess war. Als Startpunkt nennt er die Geburt seiner Tochter Juline vor knapp fünf Jahren. Damit einhergehend wurde der Einkaufszettel immer grüner, die Kleine fortan auch mit ökologischen Baby- und Kinderklamotten ausgestattet. Dann folgte seine Frau. „Ich konnte mich dieser Thematik also gar nicht entziehen und begann mich immer mehr damit auseinanderzusetzen.“

Auf rund 70 Quadratmetern wird den Kunden die nachhaltige Kleidung angeboten. Foto: Robert Braumann

Auf rund 70 Quadratmetern wird den Kunden die nachhaltige Kleidung angeboten. Foto: Robert Braumann

Dabei musste der Geschäftsführer feststellen, dass es gerade für Männer oft nur eine sehr begrenzte Auswahl gibt. „In Katalogen habe ich meist nur ein bis zwei Teile gesehen, die mich überhaupt angesprochen haben, also blieb mir nur das Internet. Problem dabei, es fehlte die fachliche, emotionale Beratung sowie die Möglichkeit die Sachen vor Ort auch einmal anzufassen und anzuprobieren. Zu diesem Zeitpunkt war aber an ein eigenes Geschäft noch längst nicht zu denken.“

Gute Freunde kann niemand trennen

Wie kam Johannes mit ins Boot? Der erzählt: „Ich kenne Jens schon aus Kindertagen. Wir haben zusammen Fußball gespielt und sind später gemeinsam in Braunschweig zur Schule gegangen. Mich hat es dann nach Berlin verschlagen, um dort im Film-Business zu arbeiten. Der Kontakt zu Jens ist aber nie ganz abgerissen.“ Die Liebe holte ihn schließlich zurück in die Heimatstadt. „Nach dem 3:0-Derbysieg gegen Hannover habe ich in der Stadt eine alte Freundin wiedergetroffen und es war um mich geschehen.“ Schnell stand fest, es sollte zurückgehen. Allerdings bietet Braunschweig im Bereich Film eher weniger Jobs an. „Jens wusste natürlich um meine Situation und eines späten Novemberabends überfiel er mich dann mit der Idee einen gemeinsamen Laden zu eröffnen. Schließlich gibt es in der Region nichts Vergleichbares, berichtete Jens. Mein Entschluss, diesen Weg gemeinsam zu gehen, stand schnell fest.“ Unterstützt wird Johannes im Laden durch seine Lebensgefährtin Kerstin. Jens arbeitet weiterhin als Prokurist in einer ortsansässigen Marketingagentur.

Qualitätskontrolle vor Ort

Unmittelbar vor dem Weihnachtsfest 2014 wurde die Idee tatsächlich konkret und die beiden fingen an, sich intensiv damit zu beschäftigen, was im Laden angeboten werden soll. Überwiegend wird Baumwolle aus biologischer Erzeugung, also ohne Einsatz von Chemie und Pestiziden, verwendet. Dazu ressourcenschonende und altbekannte Materialien wie Hanf und Leinen, aber auch nachhaltige Funktionsfasern aus der Natur wie Tencel® oder Modal®, die aus dem Rohstoff Holz (europäische Buche und FSC™-zertifiziertem Eukalyptus) gewonnen werden. „Auf der Ethical Fashion Show in Berlin haben wir Labels und Produkte genauer kennengelernt und uns selber von der tollen Vielfalt an Ecofashion überzeugt. Es war uns wichtig die Sachen auch einmal anfassen zu können und auf Tragekomfort und Qualität zu überprüfen.“ Dabei wurde schnell klar, die Szene freut sich über jeden Laden, der nachhaltige Kleidung verkaufen möchte. „Wir haben sehr viele Tipps und Unterstützung bekommen, es ist wie eine große Familie, und das miteinander hat uns vollkommen begeistert“, so Jens. Ein Vorteil würde darin bestehen, dass viele Anbieter kleine Unternehmen seien, mit einer überschaubaren Anzahl an Mitarbeitern, so könne man auch die Menschen hinter dem Produkt kennenlernen.

Der perfekte Standort

Die neuesten Trends aus der Szene gibt es bei Jens und Johannes. Foto: Robert Braumann

Die neuesten Trends aus der Szene gibt es bei Jens und Johannes. Foto: Robert Braumann

Der Laden im Magniviertel ist für Jens und Johannes nach eigener Aussage ein echter Glücksgriff, als sie das Angebot gesehen haben, wäre sofort klar gewesen, dass man hier den perfekten Standort gefunden hätte. Auf den rund 70m² wird Kleidung für Frauen und Männer angeboten. „Jeans, Kleider, Unterwäsche, Streetwear, Pullover, Jacken, Tops – wir haben eigentlich für jeden etwas dabei; egal ob es mal lässig oder auch etwas schicker sein soll“, versichert Jens. Auch bei der Renovierung haben die Besitzer auf Nachhaltigkeit gesetzt, hier wurden u.a. ökologische Farbe und Lacke verwendet.

Mode schön und fair? Ja, bei uns

Im Geschäft sind die neusten Trends der Szene zu haben. „Armedangels, bleed, KnowledgeCotton, recolution oder wunderwerk, da werden wir die ganze Bandbreite bieten“, so die beiden unisono. Wichtig ist eine angemessene Zertifizierung der angebotenen Kleidung, denn Bio ist nicht immer gleich fair und sozial. Eine nachhaltige Textilproduktion wird zum Beispiel erst durch das GOTS-Siegel (mehr Infos hier) oder das Fairtrade-Siegel (mehr Infos hier) bescheinigt, das die gesamte Produktionskette prüft.

„Wir leben unseren Traum“

Im Magniviertel gebe es zudem noch viele inhabergeführte Geschäfte, so würde Jojeco sehr gut an diesen Standort passen und das bisherige Angebot sehr gut erweitern. Man sei bereits sehr freundlich von den anderen Besitzern begrüßt worden und fühle sich sehr gut angenommen. Der Laden soll kein anonymer Konsum-Tempel werden, sondern vielmehr ein Ort zum Wohlfühlen und entspannten Shoppen werden. Wir möchten zeigen, dass schöne Kleidung aus nachhaltiger Produktion zu fairen Preisen möglich ist und keinen Widerspruch darstellt. Darüber hinaus planen die beiden einige Events, um den Laden zur Begegnungsstätte der besonderen Art zu machen. Am Ende des Gesprächs wird klar, dass es wirklich an der Zeit ist bewusster zu shoppen. Denn die beiden Braunschweiger sind überzeugt vom Prinzip der Nachhaltigkeit. Mit Jojeco möchten Sie aktiv Verantwortung übernehmen und laden alle herzlich ein, ihre Begeisterung für die neue grüne Mode zu teilen und somit auch gemeinsam einen zukunftsfähigen Beitrag zu leisten, getreu dem Motto „Braunschweig kann fair tragen!“

Weitere Infos finden Sie hier und unter www.jojeco.de


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