Umbau Helmstedter Straße: Bald geht es los

von Christina Ecker


Von der Verkehrs GmbH: Ralf Hartzsch, Pressesprecher Jörg Meier und Marcus Möker, Projektleiter des Bauvorhabens; Guido Weiß vom Ingenieurbüro B/M Consult; Kerstin Pfeifer von der Stadt Braunschweig als Projektleiterin; Michael Heck, ebenfalls von B/M Consult und Projektleiter des Bauvorhabens; Mathias John von der Feuerwehr Braunschweig, Burkhard Wiegel; Abteilungsleiter für Straßenplanung und Neubau, führte durch den Abend (v. li.). Fotos: Christina Ecker
Von der Verkehrs GmbH: Ralf Hartzsch, Pressesprecher Jörg Meier und Marcus Möker, Projektleiter des Bauvorhabens; Guido Weiß vom Ingenieurbüro B/M Consult; Kerstin Pfeifer von der Stadt Braunschweig als Projektleiterin; Michael Heck, ebenfalls von B/M Consult und Projektleiter des Bauvorhabens; Mathias John von der Feuerwehr Braunschweig, Burkhard Wiegel; Abteilungsleiter für Straßenplanung und Neubau, führte durch den Abend (v. li.). Fotos: Christina Ecker | Foto: Christina Ecker

Braunschweig. Am Mittwochabend fand in der Stadthalle in Braunschweig ein Info-Abend zur Umgestaltung der Leonhardstraße und Helmstedter Straße statt. Am 22. Mai sollen bereits die ersten Arbeiten beginnen.


Das Thema ist nicht neu. Bereits vor zwei Jahren war die Rede von dem großen Straßenbauprojekt (regionalHeute.de berichtete). Doch was damals noch vage Zukunftsmusik war, wird jetzt Realität: Am 22. Mai sollen die vorbereitenden Arbeiten für das Bauprojekt beginnen. Darum haben die Verantwortlichen der Maßnahme am gestrigenAbend Rede und Antwort gestanden.

Präsentation der Baumaßnahme


"Das letzte Mal, dass wir mit diesem Projekt bei Ihnen waren, ist so zwei Jahre her", führt Burkhard Wiegel, seines Zeichens Abteilungsleiter Straßenplanung und Neubau, ins Thema ein. Die Planung sei inzwischen weiterentwickelt worden. Es habeein Feststellungsverfahren gegeben und nun sollten kurz vor Baubeginn betroffene Anwohner, Firmen und Geschäftsinhaber noch einmal über die komplizierte Baumaßnahme informiert werden. Michael Heck desBüros B/M Consult stelltezunächst den Bauablauf vor, dann wurde den Besuchern der Info-Veranstaltung Raum gegeben, Fragen zu stellen.

Mögliche Dauer bis 2019


Die Maßnahme wirdim Westen am Leonhardplatz beginnen undsich über eine ungefähre Gesamtlänge von 800 Metern bis zum Hauptgüterbahnhof im Osten erstrecken. Das Wesentliche am Umbau der Helmstedter Straße sei, dass die Verkehrsführung von Osten zukünftig über die Schillstraße geleitet werdensoll und dass die Verkehrsführung gedreht wird.Die Umsetzung der Maßnahme soll Ende 2018, Anfang 2019 beendet sein. Das Ganze beginnt mit der Baustelleneinrichtung und der Verkehrssicherung Ende Mai diesen Jahres.

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Hier wurde den Besuchern der geplante Umbaubereich gezeigt. Foto:


Es soll zwei Bauphasen geben


Die Bauphase 1 ist für Anfang Juni geplant und soll Ende diesen Jahres, spätestens Anfang des nächsten Jahres beendet sein, damit Bauphase 2 im Frühjahr 2018 folgen kann. Darauf folgt die Wiederaufnahme des zweigleisigen Betriebs im Herbst 2018 und die voraussichtliche Gesamtfertigstellung des Bauprojekts Ende 2018, Anfang 2019.

Bauphase 1


Bauphase 1a beginnt im Juni und dauert an bis zum Herbst diesen Jahres. Hier wird im Wesentlichen zwischen Schillstraße und Ackerstraße im Norden gebaut; sodass der Stadtbahnbetrieb eingleisig auf der Südseite stattfinden kann. In der Leonhardstraße Ost finden dann vorgezogene Maßnahmen statt in Form von Fahrleitungsbearbeitung, Trinkwasserverlegung und Stromversorgung. Im Bereich der Georg-Westermann-Allee bis Schillstraße kommt es zu Kanalarbeiten vor dem Marienstift. Im Abschnitt Schillstraße, Richtung Osten, werden in dieser Bauphase Gleis- und Straßenbaumaßnahmen ergriffen werden und auch hier Fahrleitungsarbeiten und Arbeiten an den Kabelanlagen durchgeführt werden. Die Verkehrsführung in dieser Zeit sieht so aus, dass im Bereich der DB-Brücke - ausgenommen sind Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge - eine Vollsperrung eingerichtet ist, aufgrund der Enge des Bauraumes und der Bauzeit. Auch wird es in dieser Zeit einen Einbahnverkehr von der Georg-Westermann-Allee bis zur Schillstraße auf der Südseite geben. In der Bauphase 1b, die von Herbst diesen Jahres bis Ende 2017, Anfang 2018 andauern soll, wirddie Südseite bebaut, mit eingleisigem Stadtbahnbetrieb auf der Nordseite. Entsprechend wiederholen sich sämtliche Arbeiten der Bauphase 1a - nur eben auf der Südseite.

Bauphase 2


Im Anschluss kann Bauphase 2a (von Frühjahr 2018 bis Sommer 2018) erfolgen. Diese Phase betrifft das Bauen im Süden, im Wesentlichen den Bereich zwischen Leonhardplatz und Schillstraße. Der Stadtbahnbetrieb erfolgt hier dann eingleisig auf der Nordseite. Gleis- und Straßenbau, Fahrleitung und Kanalbau werden hier durchgeführt. Dadurch kommt es zu einer Vollsperrung im Bereich Leonhardstraße - ausgenommen sind Anwohner, Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge. Eine Einbahnstraße von Kapellenstraße bis Schillstraße wird auf der Südseite eingerichtet sein.2b (Sommer 2018 bis Herbst 2018) wird dann auf der Nordseite komplett ausgebaut. Die Führung von der Kapellenstraße bleibt wie in 2a. In Bauphase 2c (Herbst 2018 bis Ende 2018/Anfang 2019) sind beide Gleiste dann fertiggestellt, sodass der Stadtbahnbetrieb auf zwei Gleisen laufen kann. Straßenbau und Kabelanlagenarbeiten finden in südlichen Nebenanlagen statt sowie Kanalbau in der Leonhardstraße Nordwest. In der Verkehrsführung wird es zeitweise zu einer Vollsperrung stadtauswärts - von der Georg-Westermann-Allee bis Schillstraße kommen. Bei Restarbeiten in den Nebenanlagen wird dann zeitweise mit Einschränkungen in der Verkehrsführung zu rechnen sein, erklärte Michael Heck. Nach der Präsentation verdeutlichte Burkhard Wiegel, dass die Planung deshalb so detailreich und kompliziert sei, um die Zufahrten zu den Grundstücken zu gewährleisten.

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Der Zeitplan der Baumaßnahme noch einmal im Überblick. Foto:


Fragen und Sorgen der Bürger


Danach war Raum für Fragen der Bürger. Es wurden Sorgen laut, dass es trotz Planung Probleme beim Zugang zu einzelnen Grundstücken - sowohl privaten als auch geschäftlichen - geben könnte. Darauf sagte Wiegel, dass grundsätzlichZustimmungen und genaue Abstimmungen vor Ort erfolgen werden und erfolgen müssten. Karen Hartmann von der SPD Östliches Ringgebiet äußerte Bedenken ihrer Partei, dass während der Baumaßnahme vor allem im Brodweg extrem erhöhtes Verkehrsaufkommen erfolgen könnte und schloss mit der Frage, ob es denn möglich sei, diese Straße nur für Anwohner zu öffnen. Dies sorgte kurzfristig für einen kleinen Aufruhr unter den Besuchern: Gemurmel wurde laut, teilweise war Gelächter zu hören und für kurze Zeit schwoll die gesamte Lautstärke im Congress-Saal an. Wiegel bedankte sich für die Frage, die zeige, dass sich die Fragenstellerin sehr mit dem Thema beschäftigt habe und fuhr fort: „Seitens der Stadt werden wir die Ackerstraße als Umleitung offiziell ausweisen. Natürlich wird sich der Verkehr nicht nur auf diese Straße beschränken. Das ist klar. Sie haben eben beschrieben, das Chaos im östlichen Ringgebiet wird ausbrechen - das glaube ich nicht, denn wenn das Chaos stattfindet, fahren die Autofahrer da nicht mehr lang und suchen sich wiederum andere Wege. Der Brodweg, der Teil des Straßennetzes Braunschweigs ist und entsprechende Bedeutung dann ja auch hat; also den nur für Anwohner freizugeben, wird nicht gelingen, denndann würde dienächste Anwohnerschaft kommen und fordern, ihre Straße nur für Anwohner zu öffnen und das geht natürlich nicht.

Ortskundige kennen andere Wege


Aber Hartmann blieb mit der Besorgnis zu stark erhöhtem Verkehrsaufkommen nicht allein. Stimmen wurden laut, die ihre Sorgen teilten. Auch hier verwies Wiegel auf ausgewiesene Umleitungen, die es geben werde, und darauf, dass es natürlich noch weitere Ausweichmöglichkeiten gäbe, die Anwohner auch kennen und an denen sich viele Verkehrsteilnehmer orientieren würden, wenn es so weit sei. Im Anschluss an die Fragerunde legte Kerstin Müller von der Stadt Braunschweig den Besuchern des Info-Abends noch die Berechnung der Straßenausbaubeiträge dar.


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