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Umstellung auf H-Gas: Eine Mammutaufgabe für den Versorger

15. März 2017 von
BS Netz Geschäftführer Kai-Uwe Rothe, Projektleiterin Pia Dubray und Abteilungsleiter Gerwin Wagner (v. li.) informierten über die geplante Gas-Umstellung. Fotos: Alexander Dontscheff
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Braunschweig. Im Zuge der Umstellung von L-Gas auf H-Gas, das einen höheren Brennwert aufweist, müssen deutschlandweit 5,6 Millionen Gasgeräte umgestellt werden. Schätzungsweise 70.000 davon in Braunschweig. Anfang August beginnt die erste Erhebungsphase.

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Hintergrund ist, dass bis 2030 die Niederlande als größter L-Gas-Lieferant die Lieferungen einstellt, weil die Gaslagerstätten erschöpft sind. Vor allem in Norddeutschland wartet nun auf die Energielieferanten ein Mammutprojekt. Die Braunschweiger Netz GmbH (BS Netz) hat in Absprache mit den Anbietern der umliegenden Gemeinden einen Zeitplan aufgestellt. In Braunschweig erfolgt die Umstellung in drei Phasen:

  1. Phase (2019)
    Timmerlah, Broitzem, Stiddien, Rüningen, Geitelde, Melverode, Stöckheim, Leiferde
  2. Phase (2020)
    Völkenrode, Kanzlerfeld, Ölper, Lehndorf, Hondelage, Dibbesdorf, Volkmarode, Gliesmarode, Schapen, Riddagshausen, Lindenberg, Gartenstadt, Südstadt, Rautheim, Heidberg, Mascherode
  3. Phase (2021)
    Harxbüttel, Thune, Wenden, Veltenhof, Watenbüttel, Rühme, Bevenrode, Bienrode, Waggum, Kralenriede, Querum, Nordstadt, Innenstadt, Weststadt

Pia Dubray mit einem geöffneten Gasdurchlauferhitzer.

16.000 verschiedene Gasgeräte

Doch bevor es losgeht, müssen erst einmal alle Gasgeräte erfasst werden, um zu prüfen welche Ersatzteile bestellt werden, welche Düsen ausgetauscht oder welche sonstigen Maßnahmen ergriffen werden müssen. „Bei über 16.000 verschiedenen Gasgeräten, von denen nicht zwingend jeder Hersteller noch auf dem Markt ist, benötigt dies einige Vorlaufzeit“, erklärt Gerwin Wagner, Abteilungsleiter bei BS Netz. Für die Ortsteile, in denen die Umstellung 2019 erfolgt, beginnt daher Anfang August dieses Jahres die Erhebungsphase. Jedes einzelne Gerät muss vor Ort gesichtet werden.

Ein sogenannter Düsenstock. Nicht jede Düse ist für H-Gas geeignet und muss daher ausgetauscht werden.

Sicherheitskonzept wurde erstellt

Projektleiterin Pia Dubray erklärt, dass dafür extra ein Sicherheitskonzept in Abstimmung mit Polizei und Stadt Braunschweig aufgestellt wurde. „Die Bürger werden drei Wochen vorher schriftlich benachrichtigt und erhalten einen Abgleich-Code, den der Monteur dabei haben muss“, so Dubray. Zudem müssen die Monteure durch ihre Arbeitskleidung erkennbar sein und sich ausweisen können. Außerdem wird die Polizei ständig informiert, wann wer und wo unterwegs ist. Zudem gibt es eine Hotline unter 0800 – 383 4000, wo alle Fragen beantwortet werden.

Kosten von 30 Millionen Euro

Laut BS Netz Geschäftführer Kai-Uwe Rothe wird die Umstellung in Braunschweig zirka 30 Millionen Euro kosten. Die Kosten werden aber bundesweit – und das schon seit 2015 – als Umlage über den Gaspreis beglichen. Rechnungen vor Ort werden daher nicht gestellt.

Die Umstellgebiete im Überblick:

Grafik: BS Netz

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