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Umweltminister Stefan Wenzel sorgt sich um hohe Nitratwerte

15. Februar 2017 von
Prof. a.D. Dr. Joachim Wollf, Technische Universität Braunschweig, Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz . Foto: Braumann
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Braunschweig. Am 15. und 16. Februar kommen rund 200 internationale Expertinnen und Experten zum 13. Niedersächsischen Grundwasserkolloquium in der Braunschweiger Stadthalle zusammen. Umweltminister Stefan Wenzel machen die hohen Nitratwerte im Grundwasser Sorgen.

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Im Mittelpunkt der praxisorientierten Fachveranstaltung steht der Grundwasserschutz im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Ökonomie. Neben aktuellen Themen aus Forschung und Praxis werden unter anderem die Belastung Grundwassers durch Nitrat, Chemikalien und Spurenstoffe sowie Konzepte der effizienten Überwachung diskutiert.

Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität Braunschweig sowie das Norddeutsche Wasserzentrum e.V. hatten am heutigen Mittwoch zu einem Pressegespräch, rund um das Thema geladen. Unter anderem stellten sich Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Prof. a.D. Dr. Joachim Wollf, Technische Universität Braunschweig sowie Dr. Jens Führboeter und Dipl. Ing. Peter Funk, Norddeutschen Wasserzentrum e.V., den Fragen der Journalisten. Als Interviewpartner standen außerdem Prof. Dr. Christoph Schäfers vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME, Dr. Michael Neumann vom Umweltbundesamt, Franz Jansen-Minßen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Godehard Hennies vom Wasserverbandstag e.V. sowie Jochen Hübler von der BASF SE zur Verfügung.

Grundwasserkolloqium in der Stadthalle. Foto: Braumann

Wenzel sagte: „Hier bietet sich eine Fülle von hochinteressanten Vorträgen aus allen Bereichen, es ist ein ganz wichtiges Forum zum Austausch im Bezug auf Gewässerschutz – mehr als dreiviertel unseres Trinkwasser wird aus Grundwasser hergestellt. Aber wir haben in Niedersachsen steigende Nitratwerte im Grundwasser, gegen die dringend etwas getan werden muss.“ Zu lange sei in zu großem Umfang gedüngt worden. „Das was wir heute messen ist der Eintrag von vor zehn Jahren, wenn wir heute weniger Schadstoffe eintragen, dann dauert es zehn Jahre, bis wir die Änderungen merken. Ich kann nur an die Landwirtschaft appellieren das ernst zu nehmen. Am Ende werden die Verbraucher über die Gebühren zur Kasse gebeten. Auch die klimatischen Bedingungen führen dazu, dass sich die Neubildung von Grundwasser verringert, wir müssen sehr sorgsam mit unserem Wasser umgehen.“ Zudem würden sich auch Arzeneimittelrückstände im Grundwasser finden. Die Experten stellten aber auch klar, dass das Trinkwasser nach wie vor eine Top-Qualität habe. „Man muss sich aber vor Augen führen, dass es immer aufwendiger und teuerer wird das Wasser zu filtern, wenn die Belastung im Grundwasser steigt, diese Kosten trägt am Ende auch der Endverbraucher“, so Wenzel. Man hoffe, dass der Bund endlich sein Dünge-Gesetz novelliere, um die Sache besser in den Griff zu bekommen. Zudem solle sich auch im Land etwas tun. Am Mikro von regionalHeute.de erklärt der Umweltminister die Lage und seine Überlegungen.

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