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Weddler Schleife: „Bahn-Nadelöhr“ wird ausgebaut

8. November 2017
2023 soll der Halb-Stundentakt kommen. Symbolfoto: Sina Rühland
Region. Die Planungen zum zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife werden vom Land, dem Regionalverband und der Deutschen Bahn mit Hochdruck vorangetrieben. In Hannover unterzeichneten heute Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies und Vertreter der Bahn und des Regionalverbandes Großraum Braunschweig eine Finanzierungsvereinbarung.

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Gemeinsam mit dem Verbandsvorsitzenden des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Detlef Tanke, dem Verbandsdirektor des Regionalverbandes, Hennig Brandes, sowie Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Niedersachsen und Bremen und dem Leiter für Großprojekte in Norddeutschland der Deutschen Bahn, Frank Limprecht, habe sich Minister Lies unter anderem auf die Verteilung der Planungskosten in Höhe von 4,25 Millionen Euro verständigt, wie das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bekannt gab.

Die Vereinbarung umfasst die weiteren Planungen der Leistungsphasen 3 und 4. Das Land und der Regionalverband übernehmen die Kosten der Planung im Verhältnis 75 Prozent zu 25 Prozent. Die DB Netz ist zuständig für die Durchführung der Planung des Vorhabens. Der Abschluss der Planung ist für den 1. Juli 2019, die Inbetriebnahme des zweiten Gleises ist für das Jahr 2023 vorgesehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Langersehnter Halb-Stundentakt kommt

Lies betonte bei der Unterzeichnung die Bedeutung des Projektes für die Region Braunschweig-Wolfsburg: „Das Bahn-Nadelöhr zwischen Braunschweig und Wolfsburg wird ausgebaut. Ich freue mich, dass wir heute einen weiteren wichtigen Meilenstein für den Ausbau der Weddeler Schleife erreicht haben. Mit den Planungen gehen wir ab heute auf die Zielgerade. Dank des zweigleisigen Ausbaus in Kombination mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln, die der Regionalverband seit dem 1. Januar 2017 erhält, werden die Fahrgäste künftig in den Genuss eines Halbstundentaktes zwischen den Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg kommen. Dies wird es für viele Menschen noch attraktiver machen, den Schienenpersonennahverkehr im Osten Niedersachsens zu nutzen.“

„Heute ist ein sehr guter Tag für die Mobilität der Menschen im  Großraum Braunschweig. Mit  dem Planungsvertrag gibt es ab heute  absolute  Sicherheit zum Bau der Weddeler Schleife“, erläuterte Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes Großraum Braunschweig. Verbandsdirektor Hennig Brandes ergänzte: „Mit dem zweiten Gleis können wir endlich den lang ersehnten durchgehenden Halb-Stundentakt auf dieser wichtigen Strecke zwischen den Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg fahren. Damit werden wir auch die nötige Fahrplanstabilität haben und unsere Pünktlichkeit weiter steigern. Die vier zusätzlichen neuen Züge und das Geld für die Bestellung der zusätzlichen Betriebsleistung haben wir. Jetzt muss alles daran gesetzt werden, baldmöglich mit den Baumaßnahmen zu beginnen.

Bund, Land und Regionalverband teilen sich die Kosten

Für die DB sagte Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Niedersachsen und Bremen: „Die Deutsche Bahn begrüßt das Projekt Weddeler Schleife außerordentlich. Insbesondere für die zahlreichen Pendler ist das Projekt ein wichtiges Bauvorhaben. Ab 2023 steht den Fahrgästen eine attraktive Nahverkehrsverbindung zwischen Braunschweig und Wolfsburg im Halbstundentakt zur Verfügung, die nur mit dem zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife umgesetzt werden kann.“

Zuvor hatte man sich in mehreren Spitzengesprächen über die Finanzierung des rund 150 Millionen Euro teuren Gesamtprojektes verständigt. Konkret ist vorgesehen, dass die Grundfinanzierung über das sogenannte Bundes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gesichert wird. Hierfür finanziert der Bund entsprechend des Nahverkehrsnutzens 60 Prozent der Kosten. Die übrigen 40 Prozent der Nahverkehrskosten werden vom Land beziehungsweise dem Regionalverband Großraum Braunschweig übernommen.

Für die Kostenanteile, die nicht dem Nahverkehrsnutzen zurechenbar sind, habe der Bund in Aussicht gestellt, die Finanzierung zu übernehmen, da durch das zweite Gleis auch der Schienenpersonenfernverkehr und der Güterverkehr profitieren, heißt es seitens des Ministeriums.

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