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Wer zu spät kommt… kann es auf den Strom schieben

8. März 2018 von
Man sollte lieber auf analoge Uhren setzen. Symbolfoto: Eva Sorembik
Region. Wie der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSOE) in einer Pressemitteilung bekannt gab, leidet die Energieversorgung im kontinentalen Europa unter anhaltenden Abweichungen der Spannungsfrequenz. Dies führe unter anderem dazu, dass digitale Uhren nachgehen.

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Die Abnahme des Frequenzdurchschnitts betrifft auch jene elektrischen Uhren, die von der Frequenz des Energiesystems und nicht von einem Quarz gesteuert werden, berichtet ENTSOE.

regionalHeute.de hat bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) angefragt, ob man – solange das Problem nicht behoben ist – notorisch zu spät kommen kann, die Schuld auf die Stromschwankungen schieben kann und ob die Störungen dazu führen, dass ab sofort keiner mehr pünktlich sein kann.

Kein Grund zur Sorge

PTB-Pressesprecher Jens Simon, kann jedoch all diejenigen beruhigen, die Angst haben nie mehr pünktlich zu sein. Auf die Zeit der Atomuhr in Braunschweig sei nach wie vor Verlass, ebenso wie bei analogen Uhren. Der Grund sei einfach, so Simon. „Jede Uhr basiert darauf, dass es einen Takt gibt, der ausgezählt wird. Bei einer normalen Quarzuhr steckt der Takt in der Schwingung eines kleinen Kristalls. Diese Schwingung wird ausgezählt und eine Sekunde ist nach so und soviel Schwingungen vergangen. Eine altertümliche Pendeluhr zum Beispiel zählt die Schwingungen eines mechanischen Pendels aus“. Und da Atomuhren den Takt aus Atomen nehmen und nicht den Takt aus dem Stromnetz, seien bei diesen Uhren Stromschwankungen für das Messen der Zeit irrelevant.

Warum, der Radiowecker oder die Uhr am Backofen aber verrückt spielen, erklärt der Experte wie folgt: „Nun zu den Uhren, die offenbar den Takt aus dem Stromnetz ziehen. Wenn die Frequenz im Stromnetz 50 Hertz beträgt (wie es sein soll), dann ist eine Sekunde nach 50 Schwingungen des elektrischen Feldes vorbei. Geht nun die Netzfrequenz herunter – sagen wir auf 40 Hertz (aber das nur theoretisch) – dann zählen diese Uhren – nennen wir sie „Stromnetzuhren –  weiterhin bis 50, um eine Sekunde anzuzeigen. Bei 40 Hertz sind da aber schon 1,25 Sekunden vergangen. Und ergo geht die Uhr nach.“

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