Anzeige
Anzeige

22. Dezember 2015
Wie gefährlich könnte Braunschweiger Atomfirma werden?

Symbolfoto: Marc Angerstein/Archiv
Anzeige

Braunschweig. Laut einer Anfrage der BIBS-Fraktion Braunschweig weist die Atomfirma Eckert und Ziegler in einer Mitteilung auf „gestiegene Sicherheitsinteressen aufgrund gestiegener Gefahren durch Terroranschläge“ hin. Die Fraktion stellte in der vergangenen Ratssitzung die Frage nach potentiellen Gefahren durch den Atommüll-Beseitiger in Thune.


Anzeige

In der Mitteilung sollen Eckert und Ziegler folgendes zur Diskussion gestellt haben: „Da der drohenden Schaden durch einen terroristischen Anschlag, insbesondere bezogen auf ein Unternehmen, das mit radioaktiven Stoffen umgeht, ein weit überdurchschnittlich hohes Schadenspozial birgt, ist an die Frage der Schadenswahrscheinlichkeit ein vergleichsweise geringer Anspruch zu stellen.“ So müsse laut BIBS die Gefährdungslage für Nuklear-Anlagen unmittelbar neben Wohngebieten, Schulen und Kindergärten, demnach bezogen auf die Risiko-Potenziale, neu bewertet werden. Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Büchs forderte die Stadtverwaltung auf, endlich eine Lösung für das Problem zu finden.

Heinz-Georg Leuer, Stadtrat für das Bau- und Umweltschutzdezernat. Foto: Sina Rühland

Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Foto: Sina Rühland

Auf Anfrage der BIBS teilte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer mit: „Unstrittig ist, dass die Gefahr terroristischer Angriffe nicht nur aufgrund der zuletzt stattgefundenen Attentate, unter anderem im Paris und Tunis, besteht.“

Bürger sehen sich gefährdet

Schon lange beobachten Bürger und Initiativen das Agieren der Strahlen- und Medizintechnik AG mit kritischem Blick – das Firmengelände von Eckert und Ziegler grenzt an ein Wohngebiet. Aufgrund des Umgangs der Firma mit radioaktivem Material und der vielen Transporte durch das Wohngebiet hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die sich unter anderem gegen die vermeintlich hohe Strahlenbelastungen im Umfeld wehrt.


Zurück zur Titelseite Artikel drucken

Anzeige