Wissenschaftler erhalten bedeutendsten Preis der Metrologie


Nationale und internationale Gäste beim Helmholtz-Symposium und der Helmholtz-Preisverleihung. Foto: Max Förster
Nationale und internationale Gäste beim Helmholtz-Symposium und der Helmholtz-Preisverleihung. Foto: Max Förster | Foto: Max Förster



Braunschweig. Der bedeutendste Preis der Metrologie, der Helmholtz-Preis, wird am heutigen Mittwoch in Braunschweig während des Helmholtz-Symposiums verliehen. Wissenschaftler aus Frankfurt und Cambridge erhalten die Auszeichnung für ihre Arbeiten in der angewandten Protein-Analyse und der Messung extrem schwacher Bindungsenergien in Helium.

In diesem Jahr hat die Jury des Helmholtz-Preises erstmals gleich zwei Forschungsarbeiten ausgewählt. In der Kategorie „Grundlagen“ überzeugte die Frankfurter Arbeitsgruppe um Reinhard Dörner mit einer messtechnischen Sensation. Ihr ist es gelungen, die verschwindend geringen Bindungsenergien zwischen Heliumatomen zu messen. Aus Cambridge kommen die Gewinner der Kategorie „Anwendungen“. Nicholas A. W. Bell und Ulrich Keyser haben eine bahnbrechende neue Methode der DNA-Analyse mit Nanoporen entwickelt, bei der maßgeschneiderte, gefaltete DNA-Moleküle eine entscheidende Rolle spielen.

Preisträger


Die Preisträger stellen nacheinander ihre prämierten Arbeiten in Kurzvorträgen vor. Um 16.15 wird das Projekt “Präzisionsmessung in der Grundlagenforschung“ vorgestellt. Die diesjährigen Preisträger sind: Dr. Maksim Kunitski, Stefan Zeller, Dr. Jörg Voigtsberger, Dr. Till Jahnke, Prof. Dr. Reinhard Dörner. Goethe Universität, Frankfurt am Main, Fachbereich Physik. Titel der Arbeit: „Measuring binding energies of molecular quantum halos with neV precision“

17.30 Uhr wird dann die Arbeit: "Digitally encoded DNA nanostructures for multiplexed, single-molecule protein sensing with nanopores" in der Kategorie “Präzisionsmessung in der angewandten Messtechnik” vorgestellt. Hier sind die Preisträger: Dr. Nicholas A. W. Bell, Dr. Ulrich F. Keyser. Cavendish Laboratory, University of Cambridge, United Kingdom. Um 18.15 Uhr wird Zum Ausklang zu einem Stehempfang geladen.

Was verbirgt sich hinter dem Preis?


Der Helmholtz-Preis wird alle zwei Jahre vom 1915 gegründeten Helmholtz-Fonds vergeben. Er hat sich zum Ziel gesetzt, metrologischer Forschung besonderes Gewicht zu verleihen und dazu beizutragen, dass Messungen auch in Zukunft immer genauer werden, heißt es auf der Homepage der Stadt Braunschweig. Dafür bringt er Experten aus Forschung und Industrie zusammen und zeichnet herausragende Arbeiten aus, nicht zuletzt mit dem renommierten Helmholtz-Preis, der pro Kategorie mit jeweils 20.000 Euro dotiert.

Ablauf des Symposiums


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Prof. Dr. Frank Härtig, Leiter der PTB-Abteilung „Mechanik und Akustik“ über das neue Kilogramm Foto: Max Förster



Die Eröffnung übernahm um 15.30 Uhr Prof. Dr. Joachim Ullrich, PTB-Präsident und Vorsitzer des Verwaltungsrates des Helmholtz-Fonds e. V. Um 15.45 Uhr berichtet Prof. Dr. Frank Härtig, Leiter der PTB-Abteilung „Mechanik und Akustik“ über das neue Kilogramm mit dem Vortrag: "Realization of the kilogram via the Avogadro experiment". Um 16.15 Uhr wird "Watt balances: Providing a direct route from quantum electrical standards to the unit of mass" von Dr. Stephan Schlamminger, National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg, USA, vorgestellt.

Empfang im Rathaus


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Oberbürgermeister Ulrich Markurth lädt zum Empfang. Foto: Sina Rühland



Im Anschluss an das Symposium und die Verleihung findet im Altstadtrathaus ein Empfang des Oberbürgermeisters Ulrich Markurth statt. Zu den Gästen zählen unter anderen Nobelpreisträger Klaus von Klitzing und die Schatzmeisterin des Helmhotz-Fonds, Nathalie von Siemens, Ur-Ur-Enkelin sowohl von Werner von Siemens auch von Hermann von Helmholtz, den Gründervätern der damaligen PTR (Physikalisch-Technischen Reichsanstalt).


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