30 Jahre AIDS-Hilfe in Braunschweig – und alle machen mit

28. September 2015 von
30 Jahre Braunschweiger AIDS-Hilfe. Foto: Sina Rühland

Braunschweig. Seit der Gründung im September 1985 macht die Braunschweiger AIDS-Hilfe HIV und AIDS zum gesellschaftlichen Thema. Die Einrichtung setzt sich seither für erkrankte Menschen ein, kämpft gegen Diskriminierung und steht für Solidarität. Doch wie weit ist die Virus-Erkrankung in der Mitte der Gesellschaft tatsächlich angekommen? Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Einrichtung Jürgen Hoffmann und der Sozialpädagogin Kerstin Göllner. 

Bei bundesweit etwa 3200 Menschen wird jährlich die Diagnose „HIV positiv“ gestellt. Dass der Befund bei rechtzeitiger Erkennung jedoch längst kein Todesurteil mehr bedeuten muss, wissen bisher noch nicht genügend Menschen. „Wir wollen, dass niemand AIDS ausblendet. Denn nur wer informiert ist und sich über AIDS bewusst ist, kann sich vor HIV schützen“, sagt Jürgen Hoffmann, Geschäftsführer der Braunschweiger AIDS-Hilfe, in dem Jubiläumsheft. Noch immer sei die HIV-Erkrankung mit vielen Stigmata versehen, erzählt Sozialpädagogin Kerstin Göllner. „Es herrschen noch alte Vorurteile. So zum Beispiel, dass man selbst an der Virus-Infektion Schuld sei.“ Um also möglichst viele Menschen mit den Botschaften der AIDS-Hilfe zu erreichen, ist die Prävention der Einrichtung so vielfältig und bunt wie das Leben selbst. „Wir wenden uns mit kreativen Aktionen an die Allgemeinbevölkerung – hier vor allem an Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene. Wir müssen besonders die Gruppen erreichen, die am meisten durch HIV gefährdet sind. Deshalb haben wir spezielle Angebote für schwule und bisexuelle Männer, Drogengebraucher, Strafgefangene, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund“, so Hoffmann.

Der Geschäftstführer der AIDS-Hilfe Jürgen und Sozialpädagogin Kerstin Göllner. Foto: Sina Rühland

Der Geschäftstführer der AIDS-Hilfe Jürgen und Sozialpädagogin Kerstin Göllner. Foto: Sina Rühland

Die Braunschweiger AIDS-Hilfe macht es sich seit 30 Jahren zur Aufgabe, Menschen zu stärken, die mit HIV oder AIDS leben. „Wir wollen Diskriminierung abbauen. Deshalb treten wir in der Öffentlichkeit für die Rechte der betroffenen Menschen ein. Wir wünschen uns, dass Menschen ohne Angst über ihre Infektion sprechen können. Deshalb machen wir HIV und AIDS immer wieder zum Thema und haben die Kampagne „30 Jahre – 30 Partner“ gestartet“, so Hoffmann. Aktuell beteiligen sich 38 Unternehmen an der Kampagne. Sie werben ihn ihren Unternehmen mit der Partnerschaft, bekunden ihre im Falle eine HIV-Infektion ihre Solidarität mit den betroffenen Menschen. „30 Jahre – 30 Partner“ soll zeigen, dass die Virus-Erkrankung kein Tabu-Thema mehr sein darf.

Weitere Informationen zur Braunschweiger Aids-Hilfe finden Sie hier.

Medienpartner
Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006