Abschiebezentrale in Braunschweig? Grüne dagegen

9. Mai 2018 von
Filiz Polat äußert sich zu den geplanten AnkER-Zentren. Auch in Braunschweig könnte ein Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungs-Zentrum entstehen. Foto: Stefan Kaminski, Podcast: Andreas Hoffmann
Braunschweig. Am Montag lud der Grüne-Kreisverband in das Haus der Kulturen ein. Dort wurde über das Thema AnkER-Zentrum informiert. Auch die migrations- und integrationspolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag, Filiz Polat, war zu der Veranstaltung gekommen. Polat erklärt auf Nachfrage, warum ihre Partei solch ein Zentrum ablehnt.

Die Bundesregierung plant, sogenannte AnkER-Zentren (Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungs-Zentren) für Schutzsuchende in Deutschland einzurichten. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen diese Zentren ab. Nach bisherigen Planungen orientiere sich laut einer Aussage der Grünen das Bundesinnenministerium am Konzept der Einrichtungen in Bayern. Dort müssten beispielsweise Geflüchtete ohne Zugang zu einer unabhängigen Rechtsberatung und Kinder ohne Zugang zu Schule auf unbestimmte Zeit verbleiben.

Polat besuchte die Veranstaltung im Haus der Kulturen gemeinsam mit Ratsfrau Lisa-Marie Jalyschko, gemeinsam besuchten sie vorher die Landesaufnahmebehörde und sprachen mit den zuständigen Vertretern.

Ein AnkER-Zentrum in Braunschweig sei gar nicht unwahrscheinlich, da sich in der Stadt die Landesaufnahmebehörde befindet, so Polats. Ein solches Zentrum sei jedoch integrationsfeindlich und rechtlich fragwürdig.

Im Podcast: Filiz Polat zur Frage, warum ein AnkER Zentrum gerade nach Braunschweig kommen könnte

Im Podcast: Filiz Polat zur Frage, was ihrer Meinung nach so schlimm an AnkEr-Zentren ist

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