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Absturz bei Hameln – Zwischenbericht liegt vor

12. März 2018 von
Die Absturzstelle bei Coppenbrügge. Foto: Polizei Hameln
Braunschweig. Im Dezember starb ein 78-jähriger Pilot aus Braunschweig beim Absturz seiner Maschine in der Nähe von Hameln. Nun liegt ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) vor. Demnach könnte die Maschine in ein Gewitter geraten sein. Auch ein Brand gibt den Experten Rätsel auf.

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„Der Zwischenbericht dient nur der Zusammenfassung der Fakten, eine Bewertung gibt es erst im Abschlussbericht“, erklärt Germout Freitag, Pressesprecher der BFU, auf Anfrage von regionalHeute.de.

Die BFU hatte ein auf die Dokumentation von Blitzschlägen spezialisiertes Unternehmen beauftragt, nach Blitzen entlang der wahrscheinlichen Flugstrecke und in der Zeitspanne zwischen 12 und 13 Uhr zu suchen. „Es wurde festgestellt, dass zwischen 12.30 und 12.39 Uhr mehrere Blitzschläge nordwestlich Hildesheim, zirka 20 Kilometer nordöstlich der Unfallstelle, aufgezeichnet worden waren“, heißt es in dem Bericht.

Hat das Flugzeug schon vor dem Absturz gebrannt?

Am Wrack hätten Brandspuren beziehungsweise Verbrennungen im Bereich der Tragflächentanks, des Leitwerks, der Innenseite der hinteren Rumpfröhre, am unteren Brandschott und der oberen Motorhaube vorgelegen. Zur Brandursachenermittlung sei das Landeskriminalamt Niedersachsen um Unterstützung gebeten worden. Der Experte der Brandursachenkommission habe vier Hauptbrandstellen (Leitwerk, beide Tragflächentanks und die elektrische Kraftstoffpumpe am Brandschott) bestätigt.

„Bemerkenswert war für den Experten das auffällig gleiche Brandschadensbild im Bereich des linken und des rechten Tragflächentanks, das auf eine gleichgeartete Zündungsquelle zur selben Zeit hinweisen könnte. Ebenso bemerkenswert war die Brandentwicklung am Leitwerk des Flugzeugs, da es in diesem Bereich weder elektrische Einbauten noch leicht entflammbares Material gab“, so der Bericht. Eine erklärende Zündquelle oder verbindende Zündspur zwischen den Brandstellen habe sich für den Experten erst einmal nicht ergeben. Aufgrund widersprüchlicher Befunde im Bereich der Tragflächentanks und des Brandschotts sei es bisher nicht möglich gewesen, einen Brand im Flug zweifelsfrei zu bestätigen oder auszuschließen.

Bis der Abschlussbericht vorliegt, wird wohl noch mindestens ein halbes Jahr vergehen.

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