Ärzte des HEH trainieren Gelenk-OPs unter realitätsnahen Bedingungen

23. August 2019 von
Von der Gelenkspiegelung bis zur speziellen OP-Technik konnte im mobilen Labor alles trainiert werden. Foto: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Zum zweiten Mal war an diesem Donnerstag und Freitag das mobile Labor der Firma Arthrex zu Gast am Herzogin Elisabeth Hospital (HEH). Das Besondere: Hier können die Ärztinnen und Ärzte Operationen und andere medizinische Maßnahmen so realitätsnah wie möglich trainieren, nämlich an Körperteilen verstorbener Spender.

„Zu der Möglichkeit, unsere Techniken zu verbessern oder neue zu erlernen, um den Qualitätsansprüchen des HEH zu genügen, kommt beim Mobile Lab auch noch der Vorteil dazu, dass wir nicht mit unseren Ärzten irgendwo hinfahren müssen, sondern, dass das Labor zu uns kommt“, erklärt Dr. Andreas Gruner, Leitender Oberarzt Orthopädie am HEH. „Dieses Mal durchlaufen 20 Ärzte den rund eineinhalb Stunden langen Slot, für den sie sonst nach München müssten, wo Arthrex seinen Sitz hat“, so Gruner weiter.

Dabei wird jeweils ein für die Ärzte angepasstes Angebot gemacht. Für die noch Unerfahreneren gibt es die Basics wie etwa eine Kniegelenkspiegelung, für die Erfahreneren können es auch schon mal spezielle Fragen zur Verfeinerung einer Operationstechnik sein. „In diesen Fällen stehen dann die Experten von Arthrex bereit, bei den einfacheren Sachen betreuen wir das Training auch intern“, erklärt der Oberarzt weiter. An diesen beiden Tagen stehen Techniken rund um Knie und Schulter im Mittelpunkt, die neben Hüfte und Sprunggelenk zu den Schwerpunkten des HEH gehören.

Dr. Andreas Gruner, Leitender Oberarzt der Orthopädie. Foto: Alexander Dontscheff

„Wir sind mit unserem Labor in ganz Europa unterwegs“, berichtet Antje Wünscher, Managerin des Mobile Lab. „Ende August planen wir immer die Termine für das kommende Jahr, und wenige Wochen später ist in der Regel alles ausgebucht“, so Wünscher weiter. Man habe ein Angebot, dass Kliniken ihren Ärzten sonst nur bieten könnten, wenn sie eine Anatomie oder Pathologie haben. Dass seien in der Regel nur die Universitätskliniken, so Wünscher. Zudem sei man auf Körperspenden angewiesen, die Arthrex aus den USA bezögen.

Im mobilen Labor trainieren die Ärzte jeweils in Zweier-Teams pro Arbeitsplatz. Foto: Alexander Dontscheff

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