AOK-JolinchenKids: Gesundheit bei Kindern und Erziehern

8. Oktober 2019
Von links: Sabine Simon, Lindiany Andrade Ganz und Bruna Fernandez-Marques beim Workshop „Erzieherinnen-Gesundheit“. Die Begrüßung übernahm Rainer Rinne, AOK-Regionaldirektor. Foto: AOK Niedersachsen
Braunschweig. Das Thema „Gesundheit“ sollte für Kinder möglichst früh zum gelebten Alltag gehören, am besten schon im Vorschulalter. Dieses Konzept setzt die „Morgenstern“-Kita bereits seit 2018 um. Unterstützung erhalten die Erzieherinnen durch das AOK-Programm „Jolinchen-Kids“. Gesunde Ernährung und vielseitige Bewegung bekommen die Kinder von der Drachenkind-Figur „Jolinchen“ in Form einer Entdeckungsreise vermittelt. Davon berichtet die AOK.

Das Programm komme aber nicht nur dem Nachwuchs, sondern auch den Erzieherinnen des Kindergartens zugute. Kindergarten und Kita seien nicht nur Erlebniswelt für die Kleinen, sondern auch Arbeitswelt für die Erwachsenen: Hohe Lärmpegel, Zeitdruck und ungünstige Körperhaltungen gehören zum beruflichen Alltag. Um den Erzieherinnen zu helfen, mit den Belastungen fertig zu werden, sei das Thema Erzieherinnen-Gesundheit ebenfalls Bestandteil des Programms. Arbeitssituationsanalysen und Workshops gehören mit dazu. Tue ich genug für mich selbst? Was stärkt mich? Was sind meine Stressoren? Diesen Fragen gehen die Teilnehmerinnen bei dem Workshop „Fit im Job“ auf den Grund, mit Unterstützung der AOK-Präventionsberaterinnen Christiane Kottke und Vera Kübler. „Im Prinzip geht es darum, Ressourcen zu erkennen“, erläutert Rainer Rinne, AOK-Regionaldirektor Braunschweiger Land. „Dieser Baustein, Erzieherinnen-Gesundheit, ist auch gut für die Teambildung“. „Einigen wird bewusst, was sie kurzfristig in Angriff nehmen sollten, insbesondere, wenn es um Belastungen geht. Wir erarbeiten gemeinsam mögliche Maßnahmen und schieben etwas an – machen aber keine Therapie“, betont Vera Kübler.

Erlebnis für die Kleinen, Arbeit für die Großen

Die Teilnehmerinnen des Kindergartens freuen sich nach dem Seminar über neue Anregungen, darunter die drei pädagogischen Leiterinnen: Für Lindiany Andrade Ganz seien die Impulse für die Bereiche Ernährung und Bewegung wichtig. „Ich sollte im Mittelpunkt meines Lebens stehen und mehr auf mich achten. Ich werde noch mehr gemeinsame Bewegungseinheiten während und nach der Arbeit vorschlagen. Außerdem sitzen wir viel auf dem Boden und kennen jetzt Übungen, wie wir unseren Rücken und unsere Beine besser entlasten können“, freut sie sich. „Hier helfen Elemente aus dem Yoga, der Rückenschule und der Krankengymnastik, die man gut während der Arbeitszeit, gemeinsam mit den Kindern, durchführen kann. Ergonomische Möglichkeiten, wie zum Beispiel Sitzbänke, Meditationskissen und Kniekissen können bei uns ganz praktisch ausprobiert werden“, erklärt Christiane Kottke. Bruna Fernandes-Marques nehme sich vor, ab sofort Grenzen zu erkennen und danach zu handeln: „Ich nehme aus diesem Seminar viel für den Alltag mit“. Für Sabine Simon, Leiterin der Kita-Gruppen, sei der hohe Lärmpegel ein Thema: „Die Lautstärke ist oft belastend. Wir werden eine Lärmampel einführen und ich möchte mehr für meinen Rücken tun. Außerdem werde ich versuchen, mehr zu trinken. Dies war ein Tag für mich“.

Positive Resonanz bei Erzieherinnen

Das JolinchenKids-Präventionskonzept für Kindertageseinrichtungen sei wissenschaftlich fundiert und nutze die neuesten Erkenntnisse der Vorschulpädagogik. Es berücksichtige die individuellen Bedürfnisse von Kindergarten, Beschäftigten und Eltern. Ziel sei eine bessere Kindergesundheit mit mehr Bewegung, gesunder Ernährung und einem guten seelischen Wohlbefinden. Weitere Informationen und Bewerbungen für JolinchenKids bei Präventionsberaterin Vera Kübler unter Telefon 0531 – 1203 45 646 oder unter http://www.JolinchenKids.de.

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