Auslastung des Waschhauses weiter hinter den Erwartungen

10. März 2019 von
Das Waschhaus auf dem Stadtfriedhof wird immer noch nicht so genutzt wie erhofft. Archivfoto: Sina Rühland
Braunschweig. Das im Februar 2015 auf dem Hauptfriedhof errichtete rituelle Waschhaus wird immer noch nicht so angenommen, wie geplant. Wie aus einem Bericht der Verwaltung, der dem Grünflächenausschuss am Dienstag präsentiert wird, hervorgeht, ist die Zahl der Nutzung zwar angestiegen, sie liegt aber weiter hinter den Erwartungen. Von einer Kostendeckung ganz zu schweigen.

Demnach wurden im Jahr 2018 insgesamt 44 Waschungen angemeldet und durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr (36 Waschungen) bedeute dies einen Anstieg der Nutzungszahlen von rund 22 Prozent. 2016 hatte die Zahl bei 39 Waschungen gelegen. Nachdem im ersten Jahr nur vier Waschungen durchgeführt wurden, hatte man Ende 2015 die Nutzungsgebühren angepasst und auf 70 Euro verringert. Danach ging man von 65 rituellen Waschungen pro Jahr aus. Der Kostendeckungsgrad würde bei Erreichen dieser Fallzahl bei rund 50 Prozent liegen. Im Jahr 2018 wurden Gesamteinnahmen in Höhe von 3.080 Euro verbucht.

Die gebührenfreie Nutzung des Gebetsplatzes wurde im Jahr 2018 – genauso wie im Vorjahr – nicht in Anspruch genommen.

Die Hälfte der Nutzer kommt aus der Türkei

Von den 44 Waschungen 2018 wurden 22 für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in der Türkei geboren sind, genutzt. Bei den Herkunftsländern folgen Deutschland (6 Waschungen), Tunesien (4) und Syrien (3). Knapp 60 Prozent der durchgeführten Waschungen betrafen Braunschweiger Einwohnerinnen und Einwohner (26 Waschungen). Es folgen Salzgitter (9 Waschungen), Peine und Wolfenbüttel (jeweils 2).

Insgesamt haben zehn Kostenträger das Rituelle Waschhaus genutzt, vornehmlich örtliche Bestattungsunternehmen sowie ein Verein, ein Bestattungsbeauftragter, eine niedersächsische Landesbehörde sowie eine Privatperson.

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