Bauherren und Architekten mit Peter Joseph Krahe-Preis ausgezeichnet

4. November 2015
In einer Feierstunde wurde der Peter Joseph Krahe-Preis verliehen. Foto: Siegfried Nickel

Braunschweig. In einer Feierstunde im Lichthof des Städtischen Museums am Dienstag hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth an die Architekten und Bauherren von fünf Gebäuden den Peter Joseph Krahe-Preis 2015 der Stadt Braunschweig verliehen. Die Auszeichnung wurde vergeben für ein Stadthaus in St. Leonhards Garten, die neue Jugendherberge, die Erweiterung des Herzog Anton Ulrich Museums, das Stadthaus Petri und die neue Aula des Lessinggymnasiums.

„Architektur prägt entscheidend das Gesicht unserer Stadt, und ihre Qualität sollte uns deshalb besonders am Herzen liegen“, stellte der Oberbürgermeister heraus. „Bereits seit über einem halben Jahrhundert würdigt die Stadt Braunschweig hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur, des Ingenieurbaues oder der Garten- und Landschaftsgestaltung mit dem Peter Joseph Krahe-Preis.“ 1954 hatte sich der Rat der Stadt entschlossen, diese Auszeichnung zu stiften. „Berücksichtigt wurden nicht nur die Gestaltung und städtebauliche Wirkung der Gebäude, sondern auch deren Bedeutung sowie technische Fragen zur Werthaltigkeit der Materialien und den Energiekonzepten“, fasste Stadtbaurat Leuer die Kriterien der Jury zusammen. Die große Zahl an Vorschlägen mit sehr hoher Qualität, von der die Jury sich auch vor Ort überzeugen konnte, habe die Endausscheidung nicht leicht gemacht. An Bauherren und Architekten überreichte Oberbürgermeister Ulrich Markurth Urkunden sowie Bronzeplaketten, die an den Gebäuden angebracht werden.

Der Architekt Hadi Teherani  hielt den Festvortrag. Foto: Siegfried Nickel

Der Architekt Hadi Teherani hielt den Festvortrag. Foto: Siegfried Nickel

Im Urteil der Jury ist das Stadthaus der Familie Pütters-Böhm in St.-Leonhards-Garten, das die Architekten Hendrik Welp und Peter von Klitzing entworfen haben, als besonders gelungener Baustein in dem insgesamt beispielgebenden Quartier anzusehen. Die neue Jugendherberge an der Wendenstraße (architekten drei+) sei Blickfang mit frischen Farbakzenten Die Erweiterung des Herzog Anton Ulrich Museums (Lehmann Architekten), die wie ein Pavillon im Park wirke, überzeugte die Jury durch Eleganz, Leichtigkeit und die Vielschichtigkeit ihrer Fassade. Ebenfalls als Preisträger gekürt wurde mit dem Stadthaus Petri (O.M. Architekten) das Bürogebäude der Braunschweiger Zeitung, das nach dem Urteil der Jury als selbstbewusster Solitär mit unverkrampfter Leichtigkeit einen wichtigen Knotenpunkt der Braunschweiger Innenstadt besetze. Als rundum gelungen beschrieb die Jury schließlich die neue Aula des Lessinggymnasiums in Wenden (Dohle + Lohse Architekten), wobei der Verzicht auf einen Material- und Farbmix und die höchste Präzision im Detail besonders hervorgehoben wurden.

Erstmals verliehen wurde ein Sonderpreis, mit dem die Stadt Braunschweig innovative Bauweisen oder Realisierungen unter besonders schwierigen Bedingungen, wie z.B. engen Grundstücken würdigt. Gleich zwei Bauten wurden in dieser Kategorie geehrt: Zum einen der wenig bekannte, kleine Umkleidekubus für das Freie-Turner-Stadion (Dohle + Lohse Architekten), der als Aufstockung über ein bestehendes Gebäude und unter die Baumkronen des Prinzenparks eingepasst wurde. Zum anderen die Kemenate Hagenbrücke (O.M. Architekten), bei der die Jury überzeugte, wie gelungen deren Erweiterung das auf Grund der Enge sonst kaum mehr nutzbare, aber historisch wertvolle Bauwerk denkmalgerecht wieder in Szene setze.

Lob Wasserwelt und MK

Der Preis. Foto: Siegfried Nickel

Der Sonderpreis. Foto: Siegfried Nickel

Ferner wurden vier Lobende Erwähnungen ausgesprochen für die Architektur der Wasserwelt und den Erweiterungsbau des Gymnasiums Martino-Katharineum (beide KSP Jürgen Engel Architekten) sowie für die neue Wilhelm-Bracke-Gesamtschule (Springmeier Architekten). Ebenfalls eine Lobende Erwähnung erhielt das Universum Kino (FBW Architekten), wobei die Jury das große Engagement aller Beteiligten hervorhob, trotz knapper finanzieller Ressourcen einen wichtigen Kulturort in der Innenstadt zu erhalten und neu zu beleben.

 

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