Braunschweig und Wolfsburg treffen sich zu ersten Immobiliengesprächen

13. Juni 2019
Stephan Lechelt (Altmeppen GmbH), Timo Herzberg (SIGNA Real Estate), Klaus Mohrs (Oberbürgermeister Wolfsburg), Ulrich Markurth (Oberbürgermeister Braunschweig), Sybille Jeschonek (Groth-Sahle-Gruppe), Dr. Frank Fabian (Wolfsburg AG) Foto: Altmeppen GmbH
Braunschweig/Wolfsburg. Die ersten Immobiliengespräche zwischen den Städten Braunschweig und Wolfsburg sollen laut Veranstaltern eine Plattform für die städtebauliche Zukunft der Region schaffen. Neben Vertretern der beiden Stadtverwaltungen waren auch Delegierte aus der Immobilienwirtschaft geladen, wie die Altmeppen GmbH in einer Pressemitteilung erklärten.

Vom Boom der Immobilienwirtschaft in Deutschland profitierten auch die Städte Braunschweig und Wolfsburg mit ihren dynamischen Entwicklungen. Das erklärten die Veranstalter der ersten Immobiliengespräche zwischen den Städten Braunschweig und Wolfsburg. Die Gespräche sollen als Plattform für den konstruktiven Austausch zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand zu aktuellen Themen der Stadt- und Immobilienentwicklung bieten, wie Vertreter der beiden Städte betonen. „Nur der persönliche Austausch ist geeignet, um eine vertrauensvolle Basis für ein gemeinsames Handeln zu bereiten“, äußerte sich Stephan Lechelt, Geschäftsführer der Altmeppen GmbH, zum Start der Veranstaltungsreihe in Wolfsburg. Die Schaffung von Wohnraum und Büroflächen sowie die Aufwertung der Innenstädte würde immer wichtiger, bringe aber auch Herausforderungen mit sich. Um diese gemeinsam zu meistern, sei der Dialog zwischen den Beteiligten unerlässlich. Die Oberbürgermeister der Städte Braunschweig, Ulrich Markurth, und Wolfsburg, Klaus Mohrs, diskutierten mit den beiden Referenten Timo Herzberg (SIGNA) und Sybille Jeschonek (Groth-Sahle Gruppe) über Stadtentwicklungen und städtebauliche Projekte. Diese stellten vorher in Impulsvorträgen ihre Sicht auf den Standort Wolfsburg vor und präsentierten ihre Ideen von Projekten den rund 100 Teilnehmern im Forum AutoVision. „Der Austausch zwischen Braunschweig und Wolfsburg ist wertvoll, wir pflegen ihn bereits auf vielen Ebenen und zu verschiedensten Themen. Ich begrüße es, dass wir nun auch beim Thema Immobilien die regionale Kooperation stärken. Mit Blick auf den Immobilienmarkt stehen Braunschweig und Wolfsburg – wie andere Großstädte auch – vor ganz ähnlichen Herausforderungen. Wir müssen Wohnraum sowie Büro- und Gewerbeflächen schaffen und dabei die knapper werdenden Flächenpotenziale bestmöglich nutzen“, erklärte Ulrich Markurth.

Umstrukturierung bestehender Wohnflächen nötig

„Noch nie gab es so viele Beschäftigte in Wolfsburg wie aktuell. Mit unserer Wohnungsbauoffensive bedienen wir gerade einmal die aktuelle Nachfrage nach Wohnraum“, erläuterte Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Der Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Neben der Entwicklung neuer Gewerbe- und Wohnbaugebiete, beschäftigen wir uns auch intensiv mit der Umstrukturierung bestehender Stadträume wie bspw. dem Masterplanprozess zur Nordhoff-Achse. Die Gestaltung zukunftsfähiger Quartiere ist besonders dann erfolgreich, wenn Wirtschaft und Verwaltung gemeinsam mit Politik und Bürgerschaft an einem Strang ziehen“, sagte Mohrs. „Mit einem identitätsstiftenden Städtebau und zeitgemäßer Architektur tragen wir maßgeblich dazu bei, die Wohnraumknappheit zu verringern und so Wolfsburg noch attraktiver zu gestalten“ erläuterte Sybille Jeschonek das Engagement der Groth Sahle-Gruppe in Wolfsburg. „Wir sind von der Wolfsburger Vision einer lebenswerten Zukunftsstadt, die Bürger und Besucher gleichermaßen an modernen Lösungen für alle Lebensbereiche teilhaben lässt, überzeugt“, erklärt Timo Herzberg, Vorstand SIGNA. „Die Stadt Wolfsburg bietet alle Voraussetzungen, um zu einem Vorreiter für moderne Stadtentwicklung zu werden. Hinzu kommt die Entwicklungsfläche mitten im Herzen der Stadt, die in Deutschland sicherlich einmalig ist.“

Dörfer werden immer attraktiver

Jan Laubach, Geschäftsführer der iwb Ingenieurgesellschaft mbH, ergänzte: „Gerade jetzt, wo die Großstädte infrastrukturell kollabieren, ist es Chance und Aufgabe zugleich, durch die Bündelung der gemeinsamen Kräfte attraktive Lebens- und Arbeitswelten in der Region zu schaffen. Zwingende Voraussetzung hierzu ist es, das kommunale Kirchturmdenken bis zur jeweiligen Stadtgrenze sofort zu verlassen und grenzübergreifende Entwicklungsvisionen zu planen!“ Außerdem sei die Provinz lange Zeit sehr unterschätzt worden. „Das liegt nicht nur daran, dass Wohnraum in Metropolen immer teurer wird, sondern auch weil gerade in Deutschland sehr viele innovative und erfolgreiche Unternehmen ihren Sitz außerhalb von Metropolen haben und Fachkräfte anziehen. Kein Wunder, dass gerade unsere Region inzwischen zu den sogenannten ‚Schwarmstädten und -regionen‘ zählt. Neben niedrigeren Immobilienpreisen und -mieten spielt dabei auch die Lebensqualität, mit der unsere Region punkten kann, eine Rolle“, ergänzte Julius von Ingelheim, Leiter Regionalstrategie und Standortentwicklung der Volkswagen AG. Die gemeinsamen Gespräche und Diskussionen wurden im Anschluss an die von Dr. Frank Fabian, Sprecher des Vorstands der Wolfsburg AG, moderierten Podiumsdiskussion vertiefend fortgesetzt. „Steter Dialog, Information und Zusammenarbeit sind die Basis, um im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen mitzuhalten. Dabei ist es insbesondere wichtig, dass Wirtschaft und Verwaltung an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Die heutige Veranstaltung ist Sinnbild dafür und ein weiterer Schritt für die Ausgestaltung unserer lebenswerten Region Braunschweig-Wolfsburg“, resümierte Dr. Frank Fabian. Das nächste Immobiliengespräch wird im kommenden Jahr in Braunschweig stattfinden. Maßgebliche Unterstützung für diese neue Initiative der Altmeppen Gesellschaft für Immobilienbewertung und -beratung mbH (Altmeppen GmbH) kommt von der Wolfsburg AG, der Appelhagen Consulting GmbH, der iwb Ingenieurgesellschaft mbH und der Initiative #WolfsburgDigital.

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