Bürger diskutieren, wie sich Diskriminierung verhindern lässt

2. Dezember 2019
Die Demokrafiekonferenz fand im TRAFO Hub statt. (oto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen
Braunschweig. Im Rahmen der Förderung lokaler "Partnerschaften für Demokratie" fand am vergangenen Donnerstag im TRAFO Hub eine Konferenz mit dem Schwerpunkt "Diskriminierung (k)ein Thema in Braunschweig?!" statt. Gemeinsam diskutierten die Bürger der Stadt aus verschiedenen Verbänden, Vereinen und der Zivilgesellschaft über die Frage, was es in Braunschweig braucht, um Diskriminierung angemessen begegnen zu können. Hierüber berichtet die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.

Dr. Christine Arbogast, Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig, sagte: „Dass 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen dabei waren, bestätigt die Relevanz des Themas Diskriminierung und verweist auf die Notwendigkeit einer guten Antidiskriminierungsarbeit.“

Nach der Begrüßung durch die Sozialdezernentin beleuchtete Vera Egenberger, Geschäftsführerin des Büros zur Umsetzung von Gleichbehandlung (BUG) in Berlin, in ihrem Impulsvortrag Antidiskriminierungsarbeit. Darin ging es sowohl um die rechtlichen Möglichkeiten als auch um die Verantwortung der Zivilgesellschaft und aller Akteurinnen und Akteure. Antidiskriminierung, so Egenberger, bedarf immer zweier Aspekte: Maßnahmen, Strukturen und Angebote zur Prävention, ebenso wie Beratung, Begleitung und Unterstützung von Betroffenen.

Auf den Vortrag folgte eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Antidiskriminierungsarbeit in ganz Deutschland und der Stadtverwaltung. Im Verlauf der Podiumsdiskussion wurde nicht nur definiert, was Antidiskriminierungsarbeit beinhaltet und wie diese strukturell aussehen sollte, sondern ebenfalls was Diskriminierung alles umfasst.

Im Anschluss folgte eine intensive Workshopphase. Gemeinsam wurden in diesen Workshops mögliche Handlungsschritte sowie demokratiefeindliche, diskriminierende und rassistische Denk- und Verhaltensweisen identifiziert und ein Meinungsbild der Beteiligten über Form, Gestaltung und Umsetzung von Antidiskriminierungsarbeit in Braunschweig entwickelt. Zudem wurden die Fragen bearbeitet, wie eine Antidiskriminierungsstelle in Braunschweig ausgestattet sein und was diese leisten sollte.

Dr. Christine Arbogast sagte: „Die Konferenz hat gezeigt, dass es in Braunschweig Bedarfe gibt, die noch nicht optimal gedeckt sind. Wir werden mit den Akteuren im Gespräch bleiben und Lösungen finden, wie wir die Präventions- und Beratungstätigkeiten weiter verbessern können.“

Die Stadt Braunschweig ist seit 2015 Teil des Bundesprogramms „Demokratie Leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“.

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