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Die schönste Zeit unseres Lebens – Romantik trifft 70er Jahre

29. November 2019
Finden die Paare zueinander? Fraglich. Ob es sich lohnt den Film zu sehen, erfahren Sie von unseren Kritikern. Foto: Astor
Braunschweig. Am gestrigen Donnerstagabend ist die französische Tragikomödie "Die Schönste Zeit unseres Lebens" unter der Regie von Nicolas Bedos im Astor Filmtheater in Braunschweig angelaufen. Hier wurde das Thema Zeitreise auf eine nicht alltägliche, realistische Art und Weise thematisiert. Ob es sich lohnt den Film zu sehen, verraten unsere Filmkritiker.

Das Thema Zeitreise ist normalerweise eher aus dem Science-Fiction Bereich bekannt. In der französisch/belgischen Produktion wird dies jedoch einmal von einer anderen Seite aus beleuchtet. Der Film befasst sich mit einer Liebe, die sich im Laufe der Jahrzehnte entfremdet hat. Auch die aktuelle Entwicklung in Bezug auf digitale Medien wird hier kritisch beleuchtet und die Unterschiede (nicht nur) zwischen den Generationen werden deutlich. Durch eine inszenierte „Zeitreise“ wird der Hauptdarsteller in „die schönste Zeit seines Lebens“ zurückversetzt. 

Inhalt

Wunderbar leichte und doch jederzeit profunde Komödie über einen Mann, der versucht die Zeit zurückzudrehen. Als dem in die Jahre gekommener Cartoonisten Victor das Leben zu entgleiten droht und seine Frau ihn für seinen ehemaligen Chef verlässt, wendet er sich an den besten Freund seines Sohns, der ein beeindruckendes Geschäft aufgebaut hat: Seiner betuchten Klientel bietet er an, in andere Epochen der Weltgeschichten einzutauchen und in perfekt inszenierten Tableaus selbst die Hauptrolle zu spielen. Victor wünscht sich zurück ins Jahr 1974, als er seine Frau kennengelernt hat – und verliebt sich in deren Schauspielerin.

Trailer

Kritik

Gleich zu Beginn werden dem Zuschauer alle Charaktere mit all ihren Problemen gnadenlos vorgestellt. Schon hier wird die typische „französische Schwere“ deutlich, die man auch von einigen anderen französischen Filmen kennt. Schön, aber irgendwie mit einer düsteren Note. Dies zieht sich durch den gesamten Film hindurch. 

Im Fokus steht hier in erster Linie die Liebesgeschichte zwischen einem alten Ehepaar, das sich im Laufe der Zeit auseinandergelebt hat. Eine Filmfirma spielt dem Ehemann die Zeit vor, in der er seine Frau kennengelernt hat. Dadurch scheint der Film teilweise in den 70er Jahren zu spielen. Natürlich alles nur zum Schein. Auch die Schauspieler sind nicht „echt 70er“. Dies lässt den Film stellenweise etwas bizarr wirken und erinnert teilweise an die Truman Show. Was ist wirklich? Was ist gespielt? Hierbei kann sich der Zuschauer nicht immer zu hundert Prozent sicher sein, was den Film wiederum sehr interessant werden lässt. 

In der Nebenhandlung steht die Liebesgeschichte eines jüngeren Paares im Vordergrund. Auch dieses hat Probleme, welche es zu lösen gibt. Schnittstelle beider Paare ist die Filmfirma und die 70er Jahre. Den Weg, den beide Paare beschreiten ist dabei gepflastert von einer Menge Emotionen. Von Romantik, über Trauer und Enttäuschung und einfach der ganz großen Liebe ist alles dabei. Und auch, wenn das jetzt kitschig klingt, haben die Macher es geschafft den französischen Kitsch nicht Überhand werden zu lassen. Ein Film, der mitreißt und Spaß macht.

Wir vergeben 4 von 5 regionalHeute.de Punkten

 

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