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Dreieinhalb Jahre im Amt: Der Oberbürgermeister blickt zurück

5. Januar 2018 von
Nach dreieinhalb Jahren Amtszeit blickt Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth zurück. Foto/Podcast
Braunschweig. Dreieinhalb Jahre ist Oberbürgermeister Ulrich Markurth nun in Amt und Würden. Eine gute Möglichkeit, einmal einen Blick zurückzuwerfen und in die Zukunft zu schauen.

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„Üblicherweise schaut man ja nach einem Jahr zurück. Da habe ich mir gedacht, ich schaue einfach mal auf meine bisherige Amtszeit. Das hat mich selber sehr interessiert, weil im täglichen Tagesgeschäft vieles in Vergessenheit gerät“, so der Oberbürgermeister, bevor er auf dreieinhalb Jahre zurück blickte. Große Herausforderungen haben zu Beginn seiner Amtszeit auf der Agenda gestanden. So zum Beispiel die Integrierte Stadtentwicklung oder die Schaffung von mehr Wohnraum. Zudem stand der Ausbau der Kinderbetreuung oder der Ganztagsschulen, die Verbesserung der Mobilität in der Stadt und der Region und die Stärkung der Wirtschafts-, Kongress- und Einkaufsstadt Braunschweig auf dem Plan. Vieles davon sei auch nach dreieinhalb Jahren noch genauso aktuell wie damals. So stehen auch in den nächsten Jahren noch die Entwicklung von Gewerbeflächen, die Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit und die Stärkung und Förderung des Wissenschaftsstandorts auf dem Zettel des Oberbürgermeisters.

Im Podcast: Was ist gelungen?

Besonders in Erinnerung seien ihm unter anderem der Magni-Tiefgaragenbrand und weitere schwere Brände in der Stadt, ebenso wie die Flüchltingssituation und die VW-Gewinnwarnung 2015. Dieses Ereignis habe bis heute Auswirkungen auf die Stadtverwaltung. Und dann ist da auch noch der abgesagte Karnevalsumzug 2015. „Das waren Ereignisse, die einen schon ganz schön durchschütteln“, so der Oberbürgermeister. Vor allem die Absage der Umzugs und der damit verbundenen Terrorgefahr haben dafür gesorgt, dass die Sicherheit in der Stadt in ein ganz anderes Licht gestellt wurde. 

Im Podcast: Die Ziele des Oberbürgermeisters

Auf der neuen Agenda stehen viele Aufgaben, die bereits auf der Liste bei seinem Amtsantritt notiert waren. Manche Dinge bräuchten eben eine gewisse Zeit. Andere mehr als er selber anfangs vermutet habe. Auch in den kommenden Jahren solle weiter am Ausbau der Ganztagsbetreuung gearbeitet werden. Auch der Stadtbahnausbau soll vorangetrieben werden. Und natürlich soll es der Löwenstadt auch finanziell gut gehen. „Wir müssen uns intensiv mit der Frage beschäftigen, wie wir auch in den kommenden Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können. Dazu müssen wir einfach auch mal über den Tellerrand schauen“, so Markurth. Was auch ganz seinem Gedanken einer großen Region entspricht. Die Attraktivität der eigenen Stadt sei auch vom Umland abhängig. Und auch wenn er Oberbürgermeister von Braunschweig ist, so sehe er sich auch in der moralischen Verantwortung, die gesamte Region voranzutreiben. Großes steht auch im Wohnungbau bevor. „Wir haben keinen Platz mehr in Braunschweig. Die Stadt platzt sozusagen aus allen Nähten. Wir müssen also auch hier noch einiges tun“, so Markurth, der weiter anmerkt, dass bisher bereits das Baurecht für rund 2.800 Wohneinheiten geschaffen wurde. Genau die gleiche Anzahl soll in den kommenden Jahren folgen.

„Braunschweig hat jetzt und den nächsten Jahren riesige Chancen. Und für gewisse Dinge gibt es vielleicht auch nur ein gewisses Zeitfenster. Und die Zeit, an Braunschweig als Zukunftsstadt zu bauen, ist jetzt“, sagt Ulrich Markurth voller Überzeugung. 

Im Podcast: Was schneller gehen könnte

Bei seinem Amtsantritt am 1. Juli 2014 sei ihm schon bewusst gewesen, dass das Amt viele Herausforderungen mit sich bringen würde. „Aber es ist anstrengender, als ich dachte. Und anstrengender, als vielleicht viele glauben. Man sieht immer nur die Bilder, wie ich hier und da etwas einweihe. Aber von den großen Aktenbergen auf dem Schreibtisch gibt es keine Bilder. Aber ich bin vielleicht auch ein Mensch, der eine besondere Art hat, mit Dingen umzugehen und abzublocken. Vielleicht könnte man manche Dinge auch kleiner machen. Aber das wäre dann auch nicht ich. Dennoch macht es viel Spaß“, versichert der Oberbürgermeister. 

Im Podcast: Zusammen stärker

Einige Jahre als Rathauschef hat Ulrich Markurth noch vor sich. Thoretisch könnte er auch 2022 noch einmal antreten. Doch will er das überhaupt? „Ich könnte. Und in mir reift auch ein Plan, wie es weitergehen könnte“, verrät er. Mehr aber auch nicht. „Meine Frau weiß das sowieso besser als ich. Und die sagt – das machst du sowieso“, schließt Ulrich Markurth. Und ein paar Jahre hat er ja auch noch, um das Braunschweig, das ihm so am Herzen liegt, zu leiten und zu begleiten.

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