Druckzentrum der Braunschweiger Zeitung wird bestreikt

1. Februar 2019
Symbolbild: Robert Braumann
Braunschweig. Rund 100 Beschäftigte des Druckzentrums Braunschweig der Braunschweiger Zeitung sind heute in einen ganztägigen Streik getreten. Das teilt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in einer Presseinformation mit. Hintergrund sei der seit Monaten nach wie vor ungelöste Tarifkonflikt in der Druckindustrie. Versuche diesen Konflikt im Rahmen eines Tarifgespräches zwischen dem Bundesverband Druck & Medien (bvdm) und ver.di am Mittwoch in Berlin zu lösen sind nach Angaben der Gewerkschaft gescheitert. Es sei kein neuer Termin zur Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart worden.

„Der bvdm hat den Manteltarifvertrag für die Beschäftigten der Druckindustrie gekündigt und will die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten deutlich verschlechtern. Er macht den Abschluss eines Lohnabschlusses davon abhängig, dass ver.di die geforderten Verschlechterungen im Manteltarifvertrag akzeptiert“, heißt es in der Presseinformation. Ver.di will wieder zu bundeseinheitlichen Tarifverträgen für die Druckindustrie kommen. Pilotergebnisse in einzelnen Bundesländern sollen nach dem Vorbild der Metall-und Elektroindustrie in den anderen Bundesländern übernommen werden. Ver.di fordert die Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrages und angemessene Lohnerhöhungen. „Es gibt keinen Grund die Tarifverträge der Druckindustrie zu verschlechtern und damit die Berufe und Tätigkeiten abzuwerten“, heißt es. Die vom bvdm geforderten Öffnungsklauseln im Manteltarifvertrag für die Druckindustrie, um Arbeitszeit, Zuschläge, Jahresleistung und Urlaubsgeld zu verschlechtern, lehnt ver.di ab.

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