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Duale Berufsausbildung stärken – Ausbildungsabbrüche verhindern

11. April 2018
Christoph Bratmann, SPD, Foto: Werner Heise
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Braunschweig. Der neue Bildungsbericht des Bundesbildungsministeriums liefert hinsichtlich der beruflichen Bildung alarmierende Zahlen: Jeder vierte Auszubildende bricht seine Ausbildung vorzeitig ab, Tendenz steigend. Das hat zwar sicherlich mitunter auch ganz individuelle Gründe.

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Dennoch müssen Politik und Wirtschaft hier reagieren, meint Christoph Bratmann, Sprecher für berufliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion.

„Für junge Menschen ist der vorzeitige Ausbildungsabbruch häufig mit einem Gefühl des Scheiterns und demotivierenden Erfahrungen verbunden und den Betrieben fehlen am Ende wichtige Fachkräfte. Deshalb müssen wir politisch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass mehr Jugendliche eine duale Berufsausbildung machen und diese dann auch erfolgreich abschließen.“ Erklärt Bratmann vor diesem Hintergrund. Schließlich gilt das deutsche System der dualen Ausbildung aufgrund seiner Verzahnung aus betrieblicher und schulischer Ausbildung als bewährtes Erfolgsmodell um das wir international beneidet werden. Deshalb gilt es, die duale Ausbildung zu stärken und weiterzuentwickeln.

Da häufig Ausbildungen mit geringer Ausbildungsvergütung abgebrochen werden ist die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung ein wichtiger Schritt auf Bundesebene. „Es war richtig und notwendig, dass die SPD eine Mindestausbildungsvergütung in den Koalitionsvertrag auf Bundesebene verhandelt hat“, erklärt Bratmann hierzu und hofft, dass diese Maßnahme nun zügig umgesetzt werde. Eine angemessene Bezahlung ist wichtig aber natürlich nicht alles. Häufig hat ein Ausbildungsabbruch auch mit enttäuschten Erwartungen oder falschen Vorstellungen vom Berufsbild zu tun. „Wer gut informiert in die Ausbildung startet und ein klares Ziel vor Augen hat, läuft weniger Gefahr, die Ausbildung abzubrechen. Deshalb bauen wir in Niedersachsen die Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen weiter aus.“ Erörtert Bratmann die Maßnahmen der Landespolitik und fügt an: „Darüber hinaus werden wir mit der flächendeckenden Einführung von Jugendberufsagenturen die Beratungs- und Unterstützungsleisten für junge Menschen beim Übergang in die Ausbildung bündeln und verstärken.“ Dies hilft vor allem auch leistungsschwächeren Jugendlichen, die nach wie vor Schwierigkeiten haben eine passende Berufsausbildung zu finden und diese dann auch erfolgreich durchzuführen.

Nicht zuletzt sind natürlich auch die Betriebe gefragt, für ihre Auszubildenden gute und erfolgversprechende Voraussetzungen zu schaffen. Schließlich sichern sie sich dadurch ihren Fachkräftenachwuchs. „Es ist gut, dass in Niedersachsen Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften im Rahmen des Bündnisses duale Berufsausbildung im ständigen Dialog stehen, denn daraus können wir wichtige Handlungsempfehlungen ableiten.“ So Christoph Bratmann abschließend.

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