Ehrenfriedhof im Miniaturformat: Architekten der TU bauten Modell für das Landesmuseum

7. Juli 2014
Die Architekturstudenten und ihre Dozenten, von links nach rechts: Aline Dockhorn, Arne Glomb, Dr. Heike Pöppelmann, Melanie Falke, Arne Herbote, Theresa Gänsler, Dr. Ulrich Knufinke, Wulf Otte. Foto: Braunschweigisches Landesmuseum

Braunschweig. Die neue Sonderausstellung „1914… Schrecklich kriegerische Zeiten“ nimmt Gestalt an, der Ausstellungsaufbau hat begonnen und auch die Objekte treffen nach und nach im Braunschweigischen Landesmuseum ein. Eines der ersten Ausstellungsstücke, die das Museum erreichten, ist ein eigens von vier Architekturstudenten und zwei Dozenten der TU Braunschweig erstelltes Architekturmodell des sogenannten Ehrenfriedhofes des Braunschweiger Hauptfriedhofes, welcher den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet ist. 

Das 120cm x 140cm große Modell im Maßstab 1:100 besteht aus Hartfaserplatte und bildet neben rund 850 Kriegsgräbern die auf dem Ehrenfriedhof vorhandenen Denkmale zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten ab, unter anderem ein Vermisstendenkmal und Denkmale für verschiedene Braunschweigische Regimenter. Die in mehreren Abschnitten bis 1928 fertiggestellte Kriegsgräberstätte wurde seit den 1950er Jahren mehrfach verändert und ergänzt, zum Beispiel durch ein aus Belgien überführtes Denkmal für die Fallschirmjäger des Zweiten Weltkrieges. In den 1980er Jahren folgten im Zeichen der deutsch-französischen Verständigung zwei Denkmale für den Krieg von 1870/71, die vom Katharinenfriedhof hierher versetzt wurden.

Das Projekt wurde unter Leitung der Dozenten Dipl.-Ing. Arne Herbote und Dr.-Ing. Ulrich Knufinke vom Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt der TU gemeinsam mit dem Landesmuseum realisiert. Um das Modell zu konzipieren, mussten die Studenten Aline Dockhorn, Arne Glomb, Melanie Falke und Theresa Gänsler zunächst historische Lagepläne zu Hilfe nehmen und eine sorgfältige Dokumentation der einzelnen Denkmale und Kleinarchitekturen erstellen. Die Grundplatte besteht aus holzfarbiger Hartfaser. Die Einzelelemente wurden von Hand nachgearbeitet und eingefügt, die Kreuze sind mit dem Laser gefräst. Auch die Kleinelemente der Denkmale wurden einzeln angefertigt. Dieses detaillierte und mit großer Präzision angefertigte Modell ist zudem mit einer Beleuchtung versehen, sodass der Besucher nachvollziehen kann, wie sich der Ehrenfriedhof seit seinen Anfängen 1914 chronologisch entwickelt hat.

Die Sonderausstellung „1914… Schrecklich kriegerische Zeiten“ wird ab dem 1. August 2014 auf ca. 950 m² Fläche die Ereignisse des Ersten Weltkriegs präsentieren – und das nicht nur von 1914 bis 1918, sondern auch über diese Zeit hinaus und mit einem regionalen Ansatz. Die Ausstellung ist in drei Teile gegliedert: Im ersten Teil erhält der Besucher einen Überblick über den Kriegsverlauf an den Fronten mit besonderem Fokus auf die Beteiligung der  Braunschweigischen Regimenter. Auch wie die Zivilbevölkerung die politische Lage bis hin zum Zusammenbruch der Monarchie nach Kriegsende erlebte, soll erfahrbar werden. Der zweite Teil der Sonderausstellung thematisiert die Konsequenzen, die der Erste Weltkrieg für Braunschweig hatte. Biographien bekannter wie unbekannter Personen verdeutlichen, wie die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ eine ganze Generation nachhaltig prägte. Der dritte und letzte Teil der Ausstellung befasst sich mit der Erinnerungskultur zum Thema Erster Weltkrieg.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €; Kinder (6-16 Jahre): 2 €. Das Familienticket 1 (1 Erwachsener + Kinder) kostet  8 €, das Familienticket 2 (2 Erwachsene + Kinder)liegt bei 12 €.

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