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Kolumne

Ein Leben ohne Smartphone – möglich aber sinnlos?

31. Januar 2018
von
Ein einst treuer Begleiter hat ausgedient. Symbolfoto: Alexander Dontscheff
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Zugegeben: Der Loriot-Spruch vom Leben ohne Mops, das zwar möglich aber sinnlos ist, wurde mittlerweile ein paar Mal zu oft zitiert und auf andere Lebensbereiche transferiert. Doch selten passte er wohl besser als auf das Smartphone (für Apple-Fans: iPhone). Kommunikationsmittel, Spielzeug, Lebensinhalt - nicht nur für die junge Generation ist das kleine Technikwunder zum ständigen Begleiter geworden.

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„Über 2.000 mal tippt der durchschnittliche Smartphone-Besitzer pro Tag auf sein Handy“, lautet das Ergebnis einer Studie, die man beim Stöbern im Internet finden kann. Und ehrlich gesagt, ich hätte gedacht, es wären mehr. Wo man hinschaut, wimmelt es doch von Menschen, die ihren kleinen Begleiter gar nicht mehr aus der Hand legen. Im Restaurant, bei Konzerten ja sogar im Straßenverkehr wird pausenlos auf das Display gestarrt.

Lange Zeit habe ich diese Leute belächelt, bemitleidet und ihr mangelhaftes Sozialverhalten beanstandet. Lange Zeit habe ich mich selbst geweigert, so ein Gerät anzuschaffen, ein Sklave der allzeit verfügbaren Medienangebote und Kommunikationsmöglichkeiten zu werden. Erst als der komplette Verlust der sozialen Kontakte drohte, entschloss ich mich Ende 2016 für den Kauf eines solchen Zeitfressers… Und wir haben uns arrangiert.

Ohne Smartphone nur ein halber Mensch 

Nun – Anfang dieses Jahres (kurz nach Ablauf der zweijährigen Garantie) gab das Teil dann seinen Geist auf. Es fing mit der Selbstentladung des Akkus an, nach und nach versagten die Foto-App, der Music-Player und letztlich auch die Telefon-Funktion (ja, man kann mit den Dingern auch telefonieren!) ihren Dienst. Die sogenannten Experten in den Handy-Läden und Reparaturdiensten waren allesamt ratlos. Meine Laune verschlechterte sich täglich. Und in mir reifte die Erkenntnis, dass man ohne Smartphone wohl doch nur ein halber Mensch ist. Die einst belächelten Angebote, waren zum festen Bestandteil meines Lebensrhythmus geworden und hatten nun eine große Lücke, wenn nicht gar Leere hinterlassen.

Es musste also Abhilfe geschaffen werden. Da eine möglicherweise teure Reparatur ohne Erfolgsgarantie wenig sinnvoll erschien, hieß die Devise: Lieber ein schnelles Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das Gerät hat nun für immer Sendepause und im reichhaltigen Angebot des Elektronikhandels wurde schnell ein Nachfolger gefunden. Seit Sonntag bin ich wieder ein kompletter und ausgeglichener Mensch!

„Jugendliche ohne Smartphone sind glücklicher“, lautet das Ergebnis einer anderen Studie, die man beim Googeln im Internet finden kann. Mag sein – das gilt dann aber nur für solche, die vorher noch keins besessen haben!

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