Einsatzkräfte der Region kämpfen gegen Moorbrand in Meppen

30. September 2018 von
Aus der gesamten Region unterstützen Feuerwehrkräfte beim Moorbrand in Meppen. Foto: Feuerwehr Hornburg
Region. Seit Wochen wütet auf dem Gelände der „Wehrtechnischen Dienststelle 91“ bei Meppen ein Moorbrand. Inzwischen brennen etwa zwölf Quadratkilometer Fläche. Nachdem das Feuer durch Feuerwehrkräfte der Bundeswehr und aus dem Umland, des Technischen Hilfswerkes, von Spezialpionieren und Heeresfliegern nicht in den Griff zu bekommen war, werden dort inzwischen auch Feuerwehrkräfte aus dem ganzen Land Niedersachsen eingesetzt. Auch aus unserer Region unterstützen die Kräfte.

Bereist in den vergangenen Wochen wurden Einsatzkräfte aus Wolfsburg, Gifhorn, Helmstedt und Goslar ins Emsland gerufen, um dort zu unterstützen. So wurde bereits vor einer Woche der Einsatzleitwagen 2 und eine Führungskomponente der Kreisfeuerwehr Goslar für den Einsatz beim Moorbrand in Meppen angefordert.

Beinahe zeitgleich hatte der Landkreis Emsland bei der Polizeidirektion Braunschweig Einsatzkräfte aus Gifhorn zur Unterstützung in Meppen angefordert. 135 Einsatzkräfte wurden dann noch in der Nacht zum vergangenen Sonntag kurzfristig mobilisiert und nach Meppen geschickt. Auch die Wolfsburger Kräfte sollten in Meppen unterstützen, wo zwischenzeitlich sogar der Katastrophenfall ausgerufen wurde. Auf Anforderung des Niedersächsischen Innenministeriums entsandte Wolfsburg am Dienstagabend einen Fachzug für Wasserförderung ins Emsland um beim Moorbrand zu unterstützen. Unter der Leitung des stellvertretenden Feuerwehrbereitschaftsführers Bernd Rieseler (Ortswehr Ehmen) wurden 30 Feuerwehrmänner (Hehlingen, Almke, Neindorf, Sülfeld, Ehmen und Reislingen) mit fünf Fahrzeugen für 48 Stunden auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) der Bundeswehr in Meppen eingesetzt. Am gestrigen Donnerstagabend endete der zweitägige Einsatz der Feuerwehr in Meppen. Die Einsatzkräfte kehrte wohl auf nach Wolfsburg zurück. 

Am vergangenen Dienstag erreichte dann auch den Landkreis Wolfenbüttel eine Bitte um Hilfe. Ein Problem war dabei, dass die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit den feuerwehrtechnischen Beamten des Landes Niedersachsen, speziell für den Einsatz gegen den Moorbrand eine geänderte Struktur der Einsatzzüge entwickelt hat, die die niedersächsischen Landkreise bisher in dieser Form nicht aufgestellt haben.

Fachzüge modifiziert 

Die Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehr Wolfenbüttel. Foto: Landkreis

Diese Herausforderung nahm die Kreisfeuerwehr gerne an, daher hat Kreisbrandmeister Tobias Thurau gemeinsam mit den Führungskräften der Kreisfeuerwehr sowie der Gemeinden, Samtgemeinden und der Stadt Wolfenbüttel die bisherigen „Fachzüge Wasserförderung“ der Kreisfeuerwehrbereitschaften in den Abschnitten West und Ost des Landkreises speziell für diesen Einsatz modifiziert. In einem logistischen Kraftakt wurden alle Voraussetzungen geschaffen, sodass die Einsatzbereitschaft gemeldet werden konnte. Der neu strukturierte Bereitschaftszug besteht nun aus dem Mannschaftstransportwagen (Führungsfahrzeug) und einem Löschgruppenfahrzeug der Ortsfeuerwehr Hornburg, dem Schlauchwagen Katastrophenschutz der Ortsfeuerwehr Heere sowie dem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Groß Flöthe. Der Zug wird zusätzlich um eine leistungsstarke Pumpe der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel ergänzt.

Die Feuerwehren brachen am frühen Mittwochabend in Richtung Meppen auf. Auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle wird dieser Zug voraussichtlich bis Sonntag im Einsatz gegen den Moorbrand bleiben.

Weitere Einsätze

Auch der Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr soll nach Meppen.

Kreisbrandmeister Thurau rechnet damit, dass im Anschluss der zweite modifizierte Fachzug aus dem Brandschutzabschnitt Ost zum Einsatz kommt. Dieser Fachzug wird dann aus Fahrzeugen der Ortsfeuerwehren Schöppenstedt, Weddel und Groß Vahlberg bestehen.

Am Donnerstagabend erreichte den Kreisbrandmeister eine weitere Bitte um Hilfe, die die Kreisfeuerwehr Wolfenbüttel ebenfalls erfüllen wird: Am Freitagabend wird sich die Technische Einsatzleitung mit einem Mannschaftstransportwagen und dem Einsatzleitwagen des Landkreises Wolfenbüttel auf den Weg ins Emsland machen, um dort voraussichtlich für acht Tage einen Einsatzabschnitt zu koordinieren.

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