Erste Einblicke in das neue Lagezentrum der Feuerwehr

2. Juli 2019 von
Das neue Führungs- und Lagezentrum der Feuerwehr ist im Rohbau fertig. Fotos und Podcast: Alexander Dontscheff
Braunschweig. In etwa einem Jahr soll es fertig sein, das neue Führungs- und Lagezentrum der Feuerwehr Braunschweig (FLZ). Am heutigen Dienstag durften die Mitglieder des städtischen Bauausschusses einen Blick in den Rohbau wagen. regionalHeute.de war mit dabei.

In dem neuen Lagezentrum soll künftig auch die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) für Braunschweig und die Landkreise Peine und Wolfenbüttel untergebracht sein. Die Klinkerfassade an den Betonfertigteilen ist ausgeführt, Fenster und Außentüren werden eingebaut. Geschossweise startet dann der Innenausbau, und die Gebäudetechnik wird eingebaut. Derzeit sind nahezu alle Gewerke auf der Baustelle tätig.

„Aufgrund des hohen technischen Anspruchs der künftigen Funktionen stellen Planung und Ausführung der Gebäude- und Spezialtechnik eine besondere Herausforderung dar“, erläutert Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. „Viele Systeme von der Stromversorgung bis zu den Kommunikationskanälen werden mehrfach redundant ausgeführt, um bei Ausfällen der Medien- oder Datenversorgungsnetze im Stadtbereich die Handlungsfähigkeit der Leitstelle jederzeit aufrecht erhalten zu können.“

Der Bauausschuss zu Gast bei der Feuerwehr.

Gegenüber der aktuellen Leitstelle stehen künftig mehr Abfrageplätze zur Verfügung. Bei stärkeren Unwettern etwa gehen derzeit bisweilen mehr Notrufe ein, als abgefragt werden können, es kommt zu Wartezeiten in den Notrufleitungen. Im neuen FLZ wird erstmals ein vollwertiger und für die Führung bei Großschadenslagen und Katastrophen konzipierter Stabsraum eingerichtet. Aktuell tritt die Gefahrenabwehrleitung (GAL) im Bedarfsfall, zum Beispiel bei der Entschärfung von Bombenblindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg, im provisorisch hergerichteten Lehrsaal der Hauptfeuerwache zusammen. Die freiwerdenden Flächen auf der Hauptwache und Feuerwache Süd werden dringend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatzdienst benötigt, da aktuell auf beiden Wachen erhebliche Platznot herrscht.

Im Juli 2020 beginnt der Probebetrieb

Ziel ist, dass die Leitstellentechnik im Juli 2020 in den Probebetrieb gehen kann. Dieser wird bis zu acht Monate in Anspruch nehmen, da eine einwandfreie Funktion aller Komponenten oberste Priorität für die Übernahme in den Alltagsbetrieb hat. Zielzeitpunkt für die endgültige Inbetriebnahme der Leitstelle ist das zweite Halbjahr 2020. Dann sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr, welche ihre neuen Büroarbeitsplätze im FLZ haben werden, ins Gebäude eingezogen.
Insgesamt investiert die Stadt Braunschweig gemeinsam mit ihren Partnern, den Landkreisen Peine und Wolfenbüttel, die anteilig die Kosten des Bausteins der integrierten Regionalleitstelle mittragen, 22,7 Millionen Euro in den Neubau.

Torge Malchau im Interview:

Leitender Branddirektor Torge Malchau.

Weitere Fotos vom Rundgang:

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