Fahrradklima-Test 2018: Braunschweig mit TOP-Platzierung

9. April 2019
Der ADFC sieht dennoch Luft nach oben. Symbolfoto: Archiv
Braunschweig. Beim heute in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC schaffte es Braunschweig mit einer Gesamtschulnote von 3,8 auf Platz 4 der fahrradfreundlichsten Städte in dessen Größenklasse. Das berichtet der ADFC Braunschweig in einer Pressemitteilung.

Da die Größenklassen angepasst wurden, entspreche dies im Vergleich zur letzten Befragung Platz 6. Mehr als 1.500 Braunschweiger hätten an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Wie in den Vorjahren hätten sie die Erreichbarkeit der Innenstadt, die in Gegenrichtung für Radfahrende freigegebenen Einbahnstraßen und die Möglichkeit, zügig Rad fahren zu können besonders positiv bewertet. Genervt seien Braunschweigs Radfahrer insbesondere von zu schmalen Radwegen, von Problemen bei der Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr und fehlenden Falschparkerkontrollen auf Radwegen.

Sicherheit ein großes Anliegen

ADFC-Vorsitzende Susanne Schroth sagt: „Braunschweig konnte sich im Vergleich mit Städten ähnlicher Größe gut behaupten und einen 4. Platz belegen. Allerdings darf man nicht die Augen verschließen vor der Tatsache, dass sich die Gesamtnote geringfügig verschlechtert hat.“ Die Tatsache, dass die Beteiligung am FKT in Braunschweig sich um 50 Prozent erhöht habe, zeige, dass den Bürgern der Radverkehr in ihrer Heimatstadt wichtig ist und dass sie sich Veränderung wünschen. Die Sicherheit sei den Radfahrenden ein großes Anliegen, hier hätten sich die Bewertungen in allen Kategorien leicht verschlechtert. Mit der Infrastruktur seien die Radfahrenden ebenfalls unzufrieden, die Breite der Radwege, die Ampelschaltungen aber auch die Möglichkeit, das Fahrrad sicher abzustellen, seien in diesem Jahr schlechter bewertet worden als in 2016.

Bei Familienfreundlichkeit „noch viel Luft nach oben“

In der neuen Kategorie „Familienfreundlichkeit“ sei noch viel Luft nach oben. Hier belege Braunschweig zwar den fünften Platz, aber mit der Note 4,05. Hier könne man erkennen, dass eine familienfreundliche Radverkehrsinfrastruktur deutschlandweit ein großes Thema ist. In Braunschweig seien insbesondere die Nutzbarkeit der Radwege mit Anhängern/Lastenrad und die Unterstützung des Radfahrens zur Schule Handlungsfelder. In Summe bleibe festzuhalten, dass Braunschweig sich in keiner der abgefragten Kategorien verbessert habe, „die Zeichen stehen derzeit auf Stagnation beziehungsweise Verschlechterung“, so der ADFC. Diesen Trend gelte es aufzuhalten und umzukehren. Das Ergebnis sei ein klarer Auftrag der Bürger an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung , dafür zu sorgen, dass in Braunschweig mehr Platz für das Rad geschaffen wird. Dies umzusetzen sollte unter Beteiligung der Bürger erfolgen.

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