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FDP lehnt Baumschutzsatzung ab: „Fördern ja, bevormunden nein“

8. März 2018
Niemand soll eine stattliche Kastanie in seinem Garten fällen müssen, nur weil ihm die Pflege zu teuer ist“, findet Möller. Foto: Peter Sierigk
Braunschweig. In einer Pressemitteilung äußert sich die FDP-Fraktion im Rat der Stadt zu dem interfraktionellen Antrag zum Baumschutz. Diese veröffentlicht regionalHeute.de unkommeniert und ungekürzt.

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Bäume retten durch Misstrauen und Kontrollwahn? Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt stellt sich gegen den interfraktionellen Antrag zum Baumschutz, der in der kommenden Ratssitzung beraten werden soll. „Eine Satzung mit einer Meldepflicht lehnen wir ab“, sagt Mathias Möller, der auch Mitglied im Grünflächenausschusses ist. Sie verursache Kosten und Bürokratie, sei aber eigentlich nicht notwendig. „Nach der Abschaffung der letzten Satzung gab es keinen Massenmord an Bäumen – aber wer seinen Garten schattenfrei haben will, fällt dann eben, bevor der festgelegte Stammumfang erreicht ist.“
Ein solcher Vorschlag zeuge von der Regelungs- und Verbotsmentalität, die im Rat vorherrsche. „Da sieht man den Unterschied zwischen den Parteien: Die einen vertrauen den Menschen, die anderen nicht“, sagt der Freidemokrat. Er sei überzeugt, dass Gartenbesitzern der Wert ihrer Bäume durchaus bewusst ist.

Möller will allerdings nicht das ganze Vorhaben verdammen. „Die im Antrag vorgesehene Förderung ist eine gute Idee – ein Blick nach Wolfenbüttel zeigt, wie so etwas funktionieren kann.“ In der Nachbarstadt können Privateigentümer die Pflege von großen, „ortsbildprägenden“ Bäumen von der Stadt fördern lassen, wenn sie gesund und damit absehbar dauerhaft zu erhalten sind. „Niemand soll eine stattliche Kastanie in seinem Garten fällen müssen, nur weil ihm die Pflege zu teuer ist“, findet Möller.

Eine Bevormundung der Bürger, was sie auf ihren Grundstücken tun dürfen, komme für ihn aber nicht in Frage.

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