Feuer im Rotlichtviertel – Wohnung in der Bruchstraße abgefackelt

5. Februar 2019 von
Am Montagabend wurde die Feuerwehr zu einem Brand in die Bruchstraße alarmiert. Fotos: Aktuell24(KR)
Braunschweig. Gegen 22:17 Uhr erhielt die Integrierte Regionalleitstelle Braunschweig-Peine-Wolfenbüttel am gestrigen Montag einen Notruf. Die Anruferin teilte mit, dass es im Gebäude „Haus Gondel“ in der Bruchstraße brennt und sich noch mehrere Personen im Gebäude aufhalten.

Nachdem die alarmierte Feuerwehr Braunschweig an der Einsatzstelle eintraf, stellte sich zunächst folgende Lage dar: Flammen schlugen aus einem Fenster an der Gebäuderückseite und rauch drang aus mehreren Fenstern an der Gebäudevorderseite. Es wurden umgehend zwei Trupps unter Atemschutz und jeweils einem Rohr zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in das Gebäude beordert. Da es aufgrund der schnellen Brand- und Rauchausbreitung im oberen Geschoss des Gebäudes nicht eindeutig erkennbar gewesen sei, ob sich das Feuer bereits auf angrenzende Gebäude im Dachraum bereits ausgebreitet konnte, wurde vorsorglich die Alarmstufe erhöht. Daraufhin wurde der Löschzug der Feuerwache Süd und die Ortsfeuerwehr Innenstadt zur Einsatzstelle entsandt.

Frauen wollten nicht ins Krankenhaus

Zunächst seien laut Feuerwehr im Gebäude keine Personen aufgefunden werden, jedoch wurden im Verlauf der Einsatzmaßnahmen drei weibliche Personen bei den anwesenden Kräften des Rettungsdienstes aufgefunden, die allerdings abgelehnt hätten im Krankenhaus untersucht zu werden. Eine männliche Person, die laut Pressemitteilung der Regionalleitstelle „in einer nicht eindeutigen Beziehung zu den drei Frauen stand“, habe sich durch einen Sturz auf dem Gehweg verletzt und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Mit Hilfe der Kräfte der Ortsfeuerwehr Innenstadt seien die Nebengebäude kontrolliert und erforderliche Lüftungsmaßnahmen im Gebäude und den angrenzenden Gebäuden unterstützt worden.

Im „Haus Gondel“ hat es gebrannt.

Gebäude nicht mehr nutzbar

Da die Löschmaßnahmen schnelleren Erfolg erzielt hätten als zunächst angenommen, sei ein Einsatz der Einsatzkräfte des Löschzuges der Feuerwache Süd nicht mehr erforderlich gewesen. Auch der zur Besetzung der leeren Hauptwache alarmierte Fachzug 81 der Freiwilligen Feuerwehr kam nicht mehr zum Einsatz. Das Gebäude ist derzeit nicht mehr nutzbar, da im Zuge der erforderlichen Löschmaßnahmen die Strom- und Gasversorgung abgestellt werden musste und das gesamte Obergeschoss, trotz der schnellen und wirksamen Löscharbeiten, durch die Brandeinwirkungen und Rußablagerungen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Kriminalpolizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen.

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