Flächenentwicklung bleibt eine der dringendsten Herausforderungen

21. Februar 2019
von links: Die Gastredner Erdal Sancar und Rene Adämmer, Matthias Wunderling-Weilbier, Liza Klenk und Gerold Leppa freuten sich über die große Resonanz zum 15. Braunschweiger Immobilienfrühstück. Foto: Braunschweig Zukunft GmbH/Peter Sierigk
Braunschweig. Beim 15. Immobilienfrühstück habe die Digitalisierung des Gebäudemanagements im Mittelpunkt gestanden. Etwa 150 Gäste seien der gemeinsamen Einladung der Wirtschafsförderung und der ARTmax Verwaltung GmbH gefolgt und tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in der Immobilienbranche aus, wie die Braunschweig Zukunft GmbH berichtet.

Einer der Trends lautet „Building Information Modeling“, kurz BIM, und wäre Thema des Gastvortrags von Rene Adämmer und Erdal Sancar von der Unternehmensgruppe Piepenbrock gewesen. BIM, zu Deutsch Bauwerksdatenmodellierung, beschreibe die digitale Erfassung aller relevanten Gebäudedaten bereits in der Planungs- und Errichtungsphase. Damit bilde es die Grundlage für softwaregestütztes Gebäudemanagement, das durch die Analyse umfangreicher Daten alle Prozesse in der Bewirtschaftung eines Gebäudes optimieren solle. Werden diese Daten dann noch mithilfe von Sensoren fortlaufend erfasst und in Echtzeit übermittelt, sprechen die Experten von „Smart Buildings“. In diesen würden zum Beispiel nicht nur Licht- und Heizungssteuerung automatisiert ablaufen, auch Dienstleistungen wie Reinigung und das Überwachen von Schäden ließen sich digital steuern.

Die Zukunft hängt von attraktiven Flächen ab

Zuvor habe Gerold Leppa unterstrichen, Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig und Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH, die Bedeutung der Entwicklung neuer Büro- und Gewerbeflächen für den Wirtschaftsstandort Braunschweig. „Die Nachfrage nach Flächen übersteigt das Angebot deutlich, hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so Leppa. Sowohl Unternehmen, die sich neu in Braunschweig ansiedeln wollen, als auch Braunschweiger Betriebe, die eine Erweiterung anstreben, hätten nach attraktiven Flächen verlangt. „Vom Flächenangebot hängt maßgeblich die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts ab.“ Ohne zusätzliche Flächen drohe die Abwanderung von Unternehmen, was wiederum Auswirkungen auf das Arbeitsplatzangebot und die Wirtschaftskraft der Stadt insgesamt hätte.

Leppa begrüßte daher die aktuelle Dynamik der Braunschweiger Immobilienbranche, in der sich in den letzten Jahren einiges bewegt habe und auch weiterhin bewege. Die Aktivitäten der Volksbank in Bahnhofsnähe mit dem BraWo-Park und den dazugehörigen Bürotürmen sowie am Langen Kamp, das derzeit entstehende neue Bürogebäude im Triacon Parc in der Volkmaroder Straße, aber auch die Pläne der Stadt für das Förderprojekt „Bahnstadt“ im Bahnhofsumfeld seien erfreuliche Beispiele für die aktuelle Investitionsbereitschaft und Dynamik in Braunschweig. Der Revitalisierung und Aufwertung von untergenutzten oder brachliegenden Flächen komme dabei aufgrund der engen Stadtgrenzen eine besondere Bedeutung zu. Ein weiteres Beispiel hierfür sei das Europaviertel nahe des Bürgerparks, das durch Büro-, Wohn- und Gewerbeflächen aufgewertet werden solle.

Dennoch sei es nach wie vor das Bestreben von Stadt und Wirtschaftsförderung, auch gänzlich neue Gewerbeflächen zu entwickeln. Die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Gewerbegebiets Waller See mit rund 22 Hektar sei nun abgeschlossen. Darüber hinaus führe die Wirtschaftsförderung nach dem Scheitern des interkommunalen Gewerbegebiets Braunschweig-Salzgitter im vergangenen Jahr Gespräche mit anderen Kommunen in der Region, um mögliche Gewerbe- und Industrieflächen über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg zu prüfen.

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