Förderverein zum Freibad Waggum: „Äpfel mit Birnen verglichen“

26. August 2016
Bei der Diskussion um die Schaffung eines Wasserspritzplatzes (Splashpad) im Freibad Waggum würde man Äpfeln mit Birnen vergleichen, sagt der Förderverein. Foto: Privat

Braunschweig. In der dieswöchigen Sitzung des Bezirksrats Wabe-Schunter-Beberbach (Bezirk 112) wurde die Einrichtung einer Wasserspielfläche für das Freibad Waggum von den Fraktionen diskutiert (regionalHeute.de berichtet). Nun äußert sich er Förderverein des Freibades zu der Sache. Die Mitteilung veröffentlichen wir ungekürzt und unkommentiert.

„Der Förderverein freut sich über die Initiative, nach der Sanierung des Bades die Attraktivität weiter zu steigern. In den Konzeptanträgen der Fraktionen werden aber Äpfel mit Birnen verglichen“, wie Dr. Steffen Greune, Vorsitzender des Fördervereins auf Nachfrage in der Sitzung erläuterte.Bereits auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fördervereins im März 2016 favorisierte dessen Vorstand die Errichtung eines Wasserspritzplatzes anstelle eines Planschbeckens für Kleinkinder im Freibad Waggum. Das bevorzugte Konzept des Fördervereins sieht einen Wasserspritzplatz (engl. Splashpad) vor, der nicht mit einem konventionellen Kinderplanschbecken im Sinne eines Schwimmbeckens vergleichbar ist. Ein ähnlicher Wasserspritzplatz wurde von der Stadtbad Braunschweig GmbH bereits im Freibad Raffteich realisiert und wird insbesondere von der Zielgruppe Kleinkinder mit Begeisterung angenommen.

Der Bau eines Splashpads bietet gegenüber einem Planschbecken deutliche Kostenvorteile in Bezug auf die Investitionskosten und würde gleichzeitig die Attraktivität des Freibads mindestens genauso steigern, zumal ein derartiger Wasserspritzplatz ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Freibädern im Norden der Stadt darstellen würde. Der besondere Kos- tenvorteil bei dem Konzept liegt in den vielfältigen Ausstattungsmöglichkeiten begründet. Die Wasserhygiene ist zweifelsfrei gewährleistet, da das Splashpad sowohl an die Chlor- und Filteranlage des großen Schwimmbeckens angeschlossen als auch mit Frischwasser betrieben werden kann. „Ein Splashpad ist gewissermaßen die professionelle Version des bei Kin- dern im Sommer beliebten Rasensprengers im Garten“, so Greune. Aus verschiedenen Bodendüsen und Wasserspritzfiguren kommt Frischwasser herausgespritzt, die spielenden Kin- der werden nass und haben Spaß und das überschüssige Wasser läuft anschließend in einem Bodeneinlauf ab.
Schätzungen der Stadtbad GmbH zufolge, würde ein konventionelles Kinderplanschbecken nach DIN-Vorgaben (bestehend aus Stahlbetonwanne, Folienabdichtung, Anschluss an Filter- und Chlorgastechnik etc.) mindestens 100.000 – 125.000 Euro kosten. Die Realisierung eines Wasserspritzplatzes (Splashpad) hingegen würde nach Schätzungen des Fördervereins – basierend auf Angeboten und vergleichbaren Installationen im Raffteich – im Bereich von 60.000 € liegen. An diesen Kosten würde sich der Förderverein bis zu etwa 10.000 Euro beteiligen. Insgesamt könnte somit ein derartiges Konzept von der Stadt Braunschweig bereits mit einem Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro realisiert werden. Zudem plant der Förderverein die Anwerbung weiterer Sponsoren, wodurch dieser Betrag weiter reduziert werden könnte. Der Förderverein hat insbesondere auch in den letzten beiden Jahren durch eigene Investitionen zur Attraktivitätssteigerung des Waggumer Freibades beigetragen. So wurden in einer Größenordnung von etwa 15.000 € ein Matschspielplatz für Kinder und ein Beachvolleyball- feld gebaut und beim diesjährigen Anschwimmen an die Stadtbad GmbH übergeben.

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