Forschungsprojekt: Nachfrage im ÖPNV automatisch ermitteln

28. Februar 2019
Die Nachfrage im ÖPNV soll aus verschiedenen elektronischen Datenquellen ermittelt werden. Symbolfoto: pixabay
Braunschweig. Gemeinsam mit vier Partnern bildet die WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH aus Braunschweig das Projektkonsortium „Mobile Data Fusion“, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Nachfrage im ÖPNV aus verschiedenen elektronischen Datenquellen zu ermitteln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit insgesamt 2,5 Millionen Euro über drei Jahre gefördert. Das teilt die WVI mit.

Mit einer öffentlichkeitswirksamen Kick-Off Veranstaltung auf der Messe „Hypermotion“ im November 2018 sowie dem internen Projektauftakt im Januar 2019 nahm das Forschungsprojekt „Mobile Data Fusion – Automatische Ermittlung der Fahrgastnachfrage aus AFZS-, WLAN-, Bluetooth- und Verbindungsdaten“ die Arbeit auf. Bis Ende 2021 wird ein Expertenteam der Frage nachgehen, wie die Datengrundlage zur Ermittlung der Fahrgastnachfrage im ÖPNV durch die Verknüpfung verschiedener Datenquellen verbessert werden kann. Dabei werden die Anforderungen des Datenschutzes von Beginn an mitgedacht und bei der Verfahrensentwicklung berücksichtigt.

Das Projektkonsortium besteht aus der WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH aus Braunschweig, dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV), dem Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel, der INIT GmbH aus Karlsruhe und der BLIC GmbH aus Berlin. Das Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) mit insgesamt 2,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über eine Laufzeit von insgesamt drei Jahren gefördert.

Fusion unterschiedlicher Datenquellen 

Das Ziel des Forschungsprojektes besteht darin, ein geeignetes Verfahren zur Abbildung der aktuellen Fahrgastnachfrage zu entwickeln. Das Projektkonsortium wird überprüfen, in welcher Form die Fusion unterschiedlicher Datenquellen eine zielgerichtete und kundenorientierte Angebotsplanung im ÖPNV unterstützen kann. Als Quellen kommen zum Beispiel Daten der Fahrgastzählgeräte-, WLAN-, Bluetooth- Daten, Anfragen an die Fahrplanauskunft sowie Netz- und Wetterdaten in Frage. Bisher gibt es noch kein geeignetes Verfahren, das diese Datenquellen miteinander kombiniert. Basierend auf einer umfangreichen Erfassung, Aufbereitung und Analyse dieser Eingangsdaten soll es ÖPNV-Betreibern in Zukunft ermöglicht werden, ihre Planungen noch besser an der Nachfrage auszurichten und kostenintensive Befragungen der Fahrgäste zu reduzieren. Die Abbildung von Quelle-Ziel-Beziehungen im Verbundraum bildet einen Schwerpunkt der Verfahrensentwicklung. Die praktische Nutzbarkeit wird im Pilotraum des Projektpartners NVV überprüft.

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