Großeinsatz auf der A 2: Drei LKW gehen in Flammen auf

6. September 2019 von
Als die Feuerwehr eintraf brannten die LKW lichterloh. Fotos und Video: aktuell24/KR/BM
Braunschweig. In der Nacht zu Freitag gegen 3:25 Uhr kam es auf der A 2 in Richtung Hannover zu einem schweren Verkehrsunfall. Drei LKW fuhren ineinander und gingen in Flammen auf. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die A 2 wurde in beide Richtungen voll gesperrt,

Zunächst kam es zwischen den Anschlussstellen Braunschweig Flughafen und Braunschweig Nord zu einem Unfall mit einem Reisebus (hierzu mehr). Das berichten die Einsatzkräfte vor Ort. In dessen Folge kam es zu einem Rückstau. Die LKW fuhren zwischen den Anschlussstellen Braunschweig Ost und Flughafen ineinander und gingen sofort in Flammen auf. Einer der Fahrer habe noch seine Zugmaschine abkoppeln und retten können. Auch die anderen Fahrer haben sich wohl rechtzeitig aus ihren Fahrzeugen befreien können. Genaue Informationen über Verletzte gibt es aber noch nicht.

Die Feuerwehr eilte direkt von der ersten Unfallstelle zur nächsten. Man habe schon von weitem die Flammen sehen können. Die LKW brannten bei Eintreffen lichterloh. Auch für die umliegenden Feuerwehren wurde Großalarm ausgegeben. Neben Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr Braunschweig sind auch Wehren aus dem Landkreis Helmstedt im Einsatz. Der Fachzug Wassertransport sorgt mit mehreren Tanklöschfahrzeugen für die Wasserversorgung. Ein Pendelverkehr wurde eingerichtet. Die Löschfahrzeuge fuhren immer wieder von der Autobahn ab, um neues Wasser zu holen. Für mehrere Explosionen sorgten die Reifen der LKW, die jeweils mit einem lauten Knall platzten.

Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle. Es werden noch Nachlöscharbeiten durchgeführt. Die Autobahn bleibt vorerst in beide Richtungen gesperrt.

Aktualisiert:

Wie die Feuerwehr Braunschweig in einer Pressemitteilung berichtet wurden die verletzten LKW-Fahrer, insgesamt vier an der Zahl, sofort durch die Kräfte des Rettungsdienstes behandelt und drei von ihnen mussten zur weiteren Versorgung in das Klinikum Holwedestraße transportiert werden. Zusätzlich wurde der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie ein Notfallseelsorger zur Einsatzstelle entsandt

Die A 2 Fahrtrichtung Berlin ist mittlerweile wieder freigegeben, die Fahrtrichtung Hannover wird noch auf längere Zeit gesperrt bleiben. Neben den drei vollständig zerstörten Unfallfahrzeugen, drei Auflieger und zwei Zugmaschinen, wurde auch die Fahrbahn und mehrere Meter Lärmschutzwand erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Seitens der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Braunschweig waren mehr als 60 Kräfte in den Einsatz gebunden. Aus dem Landkreis Helmstedt wurden elf Feuerwehrfahrzeuge mit insgesamt 53 Einsatzkräften zur Einsatzstelle entsandt.

Aktualisiert (8:45 Uhr)

Wie die Polizei vor Ort mitteilt soll die Autobahn in Richtung Hannover noch bis zum morgigen Samstag gesperrt bleiben. Der Verkehr wird über Braunschweig Ost abgeleitet. Mit erheblichen Behinderungen sei zu rechnen. Der eine LKW habe Klimaanlagen für PKW geladen gehabt, ein anderer Blaubeeren.

Aktualisiert (14:45 Uhr)

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, hatte sich aufgrund des Unfalls mit dem Reisbus ein Rückstau gebildet, an dessen Ende ein Sattelzug auf einen zweiten Sattelzug auffuhr. Die Kollision war so heftig, dass das zweite Fahrzeug auf einen dritten Sattelzuggeschoben wurde. Bei dem Unfall wurde ein Dieseltank beschädigt, so dass Kraftstoff austrat und Feuer fing. Alle drei Sattelzüge brannten vor Ort aus. Lediglich eine Zugmaschine konnte noch rechtzeitig vom Auflieger getrennt und aus dem Gefahrenbereich herausgebracht werden.

Die zwei 52- bis 61-jährigen Fahrzeugführer und Beifahrer wurden schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der 42 Jahre alte Führer des vordersten Sattelzuges blieb unverletzt.

Da die Fahrbahndecke erheblich beschädigt wurde, bleibt die A 2 ab dem Kreuz Wolfsburg-Königslutter in Richtung Hannover bis voraussichtlich Samstagvormittag vollgesperrt. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise insbesondere zu dem zweiten Unfall geben können, sich bei der Autobahnpolizei Braunschweig unter 0531/476-3715 zu melden.

Auch die Lärmschutzwand wurde beschädigt.

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