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Hilfe gegen Hochwasser: Künftig noch mehr Drohnen-Einsätze?

1. September 2018 von
Drohnen könnten künftig noch öfter zum Einsatz kommen. Symbolfoto: Werner Heise
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Hannover/Wolfenbüttel. Der Wolfenbütteler CDU-Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg möchte weiter für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes sorgen. Noch mehr helfen könnten dabei künftig auch Drohnen. „Als Feuerwehrmann vertrete ich selbst die Auffassung, dass Drohnen zur Lagebeurteilung sehr hilfreich sein können", so Oesterhelweg.

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Vor kurzem stellte der CDU-Abgeordnete, zusammen mit seinem Hannoveraner Landtagskollegen Rainer Fredermann, eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung. Oesterhelweg thematisierte dabei auch das verheerende Juli-Hochwasser im vergangenen Jahr. „Die Hochwasserereignisse der jüngsten Vergangenheit haben nach Auffassung von Rettungskräften und kommunalen Verwaltungen einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig eine präzise Lageerfassung für die Koordination und Einleitung von Schutzmaßnahmen ist. So habe sich beispielsweise das Hochwasser der Oker in Schladen „Wege gesucht, die niemand aus der Vergangenheit kannte oder erwartet hat“, wie es ein langjähriges Ratsmitglied formulierte. Im Nachhinein wurden in diesem Fall mit privaten Drohnen aufgenommene Bilder gezeigt, die Hinweise auf den Verlauf des Hochwassers und die Wege des Wassers gaben – für konkretes Handeln in diesem Fall zu spät.“ Auch in anderen Einsatzbereichen, beispielsweise bei der Suche nach vermissten Personen oder bei Flächenbränden, seien laut Oesterhelweg Drohneneinsätze denkbar.

Elf Feuerwehren ausgestattet

Frank Oesterhelweg. Foto: Privat

Die CDU-Abgeordneten wollten daher wissen, in welchem Umfang die Drohnen in den jeweiligen Landkreisen und Städten etabliert sind und wie die Landesregierung eben jenes Hilfsmittel beurteilt. In der Antwort schreibt die Landesregierung nun: „In insgesamt 13 Landkreisen und kreisfreien Städten sowie in der Region Hannover werden Drohnen vorgehalten. 50 Prozent der vorgehaltenen Geräte sind bei Hilfsorganisationen wie ASB oder DRK stationiert.“ Elf Freiwillige Feuerwehren, darunter drei technische Einsatzleitungen, würden bereits über Drohnen verfügen. Welche genau wird in der Antwort nicht erwähnt.

Durchweg positive Erfahrungen

Die Berichte über den Nutzen der Drohnen und deren Auswertung bei Einsätzen und Übungen seien aber durchweg positiv. Grundsätzlich befürworte die Landesregierung daher die Drohneneinsätze. „Die Landesregierung bewertet – soweit vorliegend – die Erkenntnisse zum Einsatz von Drohnen grundsätzlich positiv. Allerdings bedürfen Art und Umfang einer weitergehenden Unterstützung der sorgfältigen fachlichen Prüfung und Erörterung. Diese findet derzeit in der in der Vorbemerkung genannten Strukturkommission statt“, so die Landesregierung. Mit Ergebnissen wird hier zum Frühjahr 2019 gerechnet.

Oesterhelweg erkundigt sich

Frank Oesterhelweg kündigte bereits an, sich künftig mehr mit dem Thema befassen zu wollen. „Ich persönlich werde mich nun weiter mit dem Thema befassen, Gespräche mit den betreffenden Organisationen und Hauptverwaltungsbeamten führen sowie eine Fachfirma besuchen, die diese Drohnen herstellt und vertreibt“, erklärt der Landtagsvizepräsident gegenüber unserer Online-Zeitung.

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