Hitzeperiode – Wenn es dem Gehirn zu warm ist

31. Juli 2018 von
Neurobiologe Prof. Dr. Martin Korte erklärt, wieso bei hohen Temperaturen die Leistungsfähigkeit des Gehirns nachlässt. Foto: privat, Podcast: Sandra Zecchino
Region. Temperaturen über 30 Grad, die Region stöhnt und schwitzt; und auch die Konzentration lässt nach. Doch lässt die Denkfähigkeit bei dem Wetter wirklich nach oder kommt es uns nur so vor? Und wenn sie nachlässt, woran liegt das? regionalHeute.de fragt bei Prof. Dr. Martin Korte, Neurobiologe an der TU-Braunschweig, nach.

Das Gefühl, nicht mehr richtig denken zu können, liegt laut Korte unter anderem am Kreislauf und dem daraus resultierendem Blutdruck im Gehirn. 15 bis 20 Prozent der gesamten Blutmengen hätten im Normalfall die Aufgabe, das Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen. Bei hohen Temperaturen werde jedoch ein Großteil des Blutes benötigt, den Körper zu kühlen, weshalb die Sauerstoff und Blutzufuhr im Gehirn abgesenkt werde. Das könne zu einer schlechteren Versorgung des Gehirns führen, was dann wiederum zu einer Reduktion der Konzentrationsfähigkeit führen könne.

Ein anderer Grund ist die Tatsache, dass durch das generelle Unwohlsein aufgrund der Hitze eine Ablenkung ähnlich wie durch einen Schmerzreiz hervorgerufen werden kann. Dadurch werde ein Teil des im Gehirn vorhandenen Arbeitsspeichers blockiert, was zu einer Einschränkung der Arbeitsleistung führen kann.

Prof. Dr. Martin Korte. Foto: privat

Tipps gegen die Überlastung des Gehirns

Bei der Flüssigkeitszunahme müsse unbedingt darauf geachtet werden, dass nicht nur Leitungswasser getrunken werde. Da durch das Schwitzen auch Salz und Mineralien verloren werden, müsse das auch wieder zugeführt werden. Zusätzlich kühle sich der Neurobiologe mehrmals täglich den Kopf sowie die Arme mit kalten Wasser, um das Gehirn anzuregen.

Weitere Tipps hören Sie im vollständigen Interview

Medienpartner

Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006