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HTC Biokohle: Zukunftstechnologie für die Region Braunschweig

19. Mai 2018
Reinhard Voges, Peter Peckedraht IHK BS, Prof. Dr. Dr. Antonietti (v. li.). Foto: Tim Jauernig, IHK Braunschweig
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Braunschweig. In diesen Tagen besuchte der weltweit führende Wissenschaftler der HTC-Technologie Prof. Dr. Dr. Marcus Antonietti vom Max Planck Institut für Kolloidforschung, Potsdam-Golm unsere Region. Im Gewandhaus der IHK Braunschweig informierte er in einer exklusiven Veranstaltung über diese innovative Zukunfts-Technologie. Das teilt Reinhard Voges mit.

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Viele interessierte Personen unter anderem aus Industrie, Anlagenbau, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und dem Amt für Regional-Entwicklung nahmen an der Veranstaltung teil. Im Zeichen der sogenannten Dekarbonisierung und der Bioökonomie werden solche Technologien immer wichtiger, sei es für uns in Deutschland oder aber als immer mehr gefragte Export-Produkte.

Besonders unter dem Aspekt des Klimawandels werden „CO2 neutrale Technologien“ immer wichtiger. Antonietti ermunterte die Teilnehmer aus der Region Braunschweig sich unbedingt weiter intensiv mit dieser Technologie zu befassen. Er bot
auch eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit seinem weltweit führenden Institut an, damit man auch in der „ersten Liga“ dabei sein könne. Er sieht einen global riesigen Bedarf für viele kleine robuste dezentrale HTC-Anlagen und auch für HTC High Tech Anlagen. Hier sollte unsere Region mit seinen vielen Kompetenzen unbedingt dabei sein.

Eine ideale Grundlage

Dies gilt besonders für die Universitäten und Hochschulen der Region Braunschweig. Er sagte auch, dass die „HTC-Forschungs-Anlage Niedersachsen“ in unserer Region eine ideale Grundlage für diese weiteren HTC-Aktivitäten ist. Sie müsse unbedingt sehr bald in „Betrieb gehen“. Leider sei der Folgeantrag vom Land abgelehnt worden, was er überhaupt nicht nachvollziehen könne. Bei seinem nächsten Besuch möchte er sie unbedingt kennenlernen.

Prof. Dr. Dr. Antonietti informierte auch über die vielen Nutzungs-Optionen des hochwertigen HTC-Kohle-Pulvers. Sei es im großen Bereich der Batterien/SuperCap, Biokunstoffe/CFK, Plattform-Chemikalien, Aktivkohle, Reifenproduktion etc. Als Edukt sollten wir mit Gärresten, Gülle oder Klärschlamm „starten“, da dies in Niedersachsen reichlich vorhanden ist und hier „innovative Verwertungen“ erfolgen sollten.

Besonders wies er auf die metallurgische Nutzung des Kohlepulvers hin, da es über optimale Eigenschaften verfüge die ideal für die Metallurgie seien. Hier gab er den Hinweis, dies weiter intensiv mit der Salzgitter AG zu besprechen um sie von diesen Vorteilen zu überzeugen. Sei es im Bereich der Hochöfen über das PCI-Verfahren (Einblasen) oder im Elektro-Stahlwerk als Schäumkohle. Auch der HTC-Anlagenbau sei ein großer Zukunfts-Markt.

Hannover hat Interesse

Leider mussten aus aktuellen Gründen die Vertreter der Wirtschafts-, Umwelt-Landwirtschafts und Europa-Ministerien kurzfristig ihre angekündigte Teilnahme absagen. „Hannover“ habe großes Interesse an diesem Thema und werde zeitnah mit den HTC-Akteuren unserer Region dieses Thema weiter vertiefen, um hier in der Region Braunschweig neue Wertschöpfungen zu generieren.

Der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Meier dankte Reinhard Voges für seine Initiative, Prof. Dr. Dr. Antonietti für dieses Referat in unserer Region gewonnen zu haben und freute sich Gastgeber dieses wichtigen regionalen Zukunftsgespräches gewesen zu sein.

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