Ignaz Bearth soll bei Bragida sprechen

30. Mai 2015 von
Auf der Facebook-Präsenz von Bragida wird Ignaz Bearth als Redner für den 21.06.2015 angekündigt. Foto: Sina Rühland

Braunschweig. Auf der Facebook-Präsenz von Bragida wird Ignaz Bearth als Redner für den 21.06.2015 angekündigt. Ignaz Bearth ist ein rechtspopulistischer Schweizer Politiker, Gründer und Präsident der Partei Direktdemokratische Partei Schweiz (DPS). Hinter dem Redner liegen bewegte Zeiten.

2010 trat Bearth der Schweizerischen Volkspartei (SVP) bei. Davor war er in der rechtsextremen Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) Mitglied. Er beteuert, er sei lediglich für eine kurze Phase Passivmitglied der Partei gewesen. Im Anschluss gründete er die DPS. Ziele der Partei sind unter anderem die Ablehnung des EU-Beitritt der Schweiz, Erhaltung der Meinungsfreiheit und das Stoppen der Islamisierung. Dazu wird die Zusammenarbeit von heimatliebenden Parteien angestrebt. Im Frühling 2013 unterstützte Bearth die rechtsextreme Partei Jobbik im ungarischen Wahlkampf. Diese Partei war durch rassistischen Aufmärsche gegen Roma bekannt geworden. In der Schweiz war er Sprecher der Pegida. Nachdem die Bundesanwaltschaft wegen Beleidigung der deutschen Bundesregierung gegen ihn Ermittlungen einleitete, trat er von seinem Amt zurück. Ein Strafverfahren wurde allerdings nicht eingeleitet und die Ermittlungen sind mittlerweile eingestellt. Zudem wurde ihn in verschiedenen Schweizer Medien immer wieder seine rechtsextreme Gesinnung vorgeworfen.

Auf eine schriftliche Anfrage von BraunschweigHeute.de zu Ignaz Bearth antwortete Tina Müller: „Es ist richtig, dass Ignaz Bearth als Redner nach Braunschweig kommt. Er ist bei vielen Gidas schon als Redner aufgetreten. Unter anderem  ist er bei Pegida Dreiländereck mit involviert. Er hält seine Reden bei den Gidas unpolitisch und neutral. Wo er sonst noch Mitwirkt ist mir nicht bekannt. Für uns als Bragida ist es wie für alle anderen Gidas lediglich wichtig, dass er politisch neutral seine Reden hält. Wir lassen nach wie vor KEINE rechte Gesinnung bei uns zu.“

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