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Im Quartier „Holzmoor Nord“ entstehen 600 neue Wohnungen

8. März 2018 von
Zahlreiche Bürger ließen sich am gestrigen Mittwoch über das Wohnquartier informieren. Foto: Nick Wenkel
Braunschweig. Einen ersten Entwurf für ein städtebauliches Gesamtkonzept und erste Einschätzungen zu Auswirkungen auf Verkehr und Umwelt im geplanten Wohnquartier Holzmoor Nord hat die Stadtverwaltung am gestrigen Mittwoch auf einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt.

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Der favorisierte städtebauliche Entwurf stammt dabei von dem Architekturbüro Welp von Klitzing und wurde gestern von Architekt Hendrik Welp präsentiert. Der Arbeitstitel lautet „Querumer Gärten“ und deutet bereits auf die naturnahe Lösung mit vielen Grünflächen und großzügiger Bepflanzung hin. Welp von Klitzing setzte sich im Rahmen eines vom Bauherrn ausgeschriebenen, freien Ideenwettbewerbs durch. Insgesamt hatten sich sechs Architekturbüros beteiligt. Grundlage war ein städtebaulicher Rahmenplan von Städteplaner Prof. Walter Ackers. Er sieht unter anderem eine 80 Meter breite Luftleitlinie im Norden des Areals vor, deren begrünte Flächen zur Naherholung von den Anwohnern genutzt werden können. Bei allen Überlegungen habe es einen „engen, konstruktiven Austausch“ mit der Stadt Braunschweig gegeben, so Welp.

Mit dem Fahrrad in die City

Ziel des Investors, der Borek Immobilien GmbH, ist es, ein „innerstädtisches Quartier als Alternative zu den flächenintensiven Neubaugebieten an der Peripherie“ zu entwickeln. Damit soll einerseits dem wachsenden Interesse an urbanen Lebensformen nachgekommen, aber andererseits auch wertvoller Landschaftsraum im Umland geschützt werden. Nach Jahren der Abwanderung steige die Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum in größeren Städten, so auch in Braunschweig. Vom Holzmoor Nord ist das Stadtzentrum Braunschweigs nur 3,5 Kilometer Luftlinie entfernt und bequem mit dem Fahrrad zu erreichen.

Die Borek Immobilien GmbH beschreibt das Quartier wie folgt:

„Mit dem neuen Wohnquartier Holzmoor Nord im Stadtteil Querum wird der Bevölkerungsentwicklung Braunschweigs in besonderer Weise Rechnung getragen. Die Borek Immobilien GmbH realisiert dort in ruhiger, aber innenstadtnaher Lage überwiegend Mietwohnungen. Sie werden den Interessen und Bedürfnissen aller Bevölkerungsschichten gerecht, die Wohnungen zur Miete suchen. Die Häuser, umgeben von Natur am Rande der Wabe, sollen im Bestand des Unternehmens bleiben. Es hat daher ein ausgeprägtes Interesse an einer langfristigen und qualitätsvollen Quartiersentwicklung.“

Ein Bezug zur Natur

Das Vorhaben Holzmoor Nord unterscheide sich dabei durch seine Fokussierung auf Mietwohnraum von den meisten anderen parallel in Braunschweig laufenden Bauprojekten, bei denen Investoren vor allem auf die Vermarktung von Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Studentenappartements setzen. Im Holzmoor sollen rund 600 Wohneinheiten entstehen – ausschließlich zur Miete. Eine Vision schließe mögliche Erweiterungen in fernerer Zukunft allerdings nicht aus. Die Häuser werden überwiegend zwei- und dreigeschossig gebaut, nur im Zentrum viergeschossig. Das Wohnen soll dabei stets einen Bezug zur Natur behalten.

Der städtebauliche Rahmenplan für das Neubaugebiet Holzmoor Nord. Grafik: Stadt Braunschweig

Kein Stereotyp

Eine große zentrale Grünfläche wird die Mitte des Quartiers bilden und soll so für eine starke Identifikation der Bewohner mit den „Querumer Gärten“ sorgen. Der neue Stadtteil werde durch seine grüne Mitte geprägt und verkehrsberuhigtes Wohnen ermöglichen. Die Straßen zwischen den einzelnen Mehrfamilienhäusern seien zudem als Wohn- und Spielstraßen geplant. Die Straßen am zentralen Garten werden dagegen mit breiten, promenadenartigen Bürgersteigen und Parkplätzen für Besucher angelegt. Für die Bewohner seien unter anderem Tiefgaragen vorgesehen.

Die Architektur der Stadthäuser und Stadtvillen variiert, so dass sich kein stereotypisches Gesamtbild ergeben wird. Die Gebäude sollen, der Braunschweiger Tradition folgend, als eigenständige Objekte wahrnehmbar sein. Jedes Haus wird mit nur einem Eingang ausgestattet. Hauskomplexe mit A-, B- oder C-Eingängen sind nicht vorgesehen.

Verkehrsplanung noch nicht abgeschlossen

Eingebunden in das öffentliche Straßennetz, wird das Quartier über die Duisburger Straße im Norden und die Straße „Im Holzmoor“ im Süden. Im Einmündungsbereich der Straße „Im Holzmoor“ zum zentralen Garten sind Kleinversorger vorgesehen. Darüber sind altengerechte Wohnungen und kleine Wohnungen für Alleinstehende angeordnet. Die Verkehrsplanung für das Neubaugebiet Holzmoor Nord ist noch nicht abgeschlossen. Die Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH erarbeitet dazu ein Konzept.

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