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Kinokritik: „100 Dinge“– Eine deutsche Komödie mit Botschaft

6. Dezember 2018
Seit Mittwoch kommen die Fans von deutschen Komödien im neuen Schweighöfer-Film "100 Dinge" auf ihre Kosten. Foto: C1 Cinema, Video: Alexander Dontscheff
Braunschweig. In der "Ladies Night" am gestrigen Mittwoch wurde im C1 Cinema der neue Film mit Matthias Schweighöfer, "100 Dinge", gezeigt. regionalHeute.de war mit dabei und hat sich die romantische Komödie mit gesellschaftskritischer Botschaft angesehen. Auch unsere Kinokritiker kommen wieder zu Wort.

Im Kinofilm „100 Dinge“ dreht sich für Florian David Fitz, der auch Regie geführt hat, und Matthias Schweighöfer alles um die Frage: Was braucht man eigentlich wirklich zum Leben?

Zum Inhalt:

Die besten Freunde Paul (Florian David Fitz) und Toni (Matthias Schweighöfer) sind beide auf ihre Weise nach technischen Geräten, Accessoires und Kleidung süchtig und können sich ein Leben ohne jede Menge Alltagsgegenstände gar nicht mehr vorstellen. Doch sowohl Paul als auch Toni können insgeheim nicht ohne den jeweils anderen auskommen. Weil es in dieser besonderen Freundschaft jedoch auch ständig darum geht, wer von ihnen der Coolere und Bessere ist, veranstalten sie einen Wettstreit, wer länger ohne materiellen Besitz auskommt: Kurzerhand verfrachten sie all ihr Hab und Gut in eine Lagerhalle und dürfen 100 Tage lang nur jeweils eine Sache wieder zurückholen. Und so stehen Paul und Toni auf einmal ohne Möbel und ohne Kleidung auf der Straße und werden mit existenziellen Fragen konfrontiert, die ihnen vorher nicht in den Sinn kamen, zum Beispiel wie viele Tage man eine Unterhose tragen kann, bevor sie auf den Sondermüll muss.

Trailer:

Kritik:

Dass eine deutsche Komödie tiefgründige, gesellschaftspolitische und vielleicht sogar philosophische Themen in den Mittelpunkt stellt, ist doch etwas überraschend. Allerdings ist die titelgebende Frage „welche 100 Dinge sind für mich die wichtigsten im Leben?“ eigentlich nur der Rahmen. Im Prinzip steht die Freundschaft zwischen Paul und Toni im Fokus des Films. Sind sie wirklich beste Freunde oder kennen sie sich einfach nur schon lange? Mit der konsumsüchtigen Lucy (Miriam Stein) darf natürlich auch der romantische Sidekick nicht fehlen. 

Der Film ist mit 110 Minuten recht lang, was zu leichten Problemen mit den Spannungsbögen führt. Die Szenen mit Schweighöfer und Fitz, wie sie um jeden Gegenstand kämpfen oder sich mal wieder in die Haare kriegen, sorgen für die nötige Situationskomik. Und auch die obligatorischen witzigen Sprüche fehlen nicht. Ob die Konsumkritik („Brauch ich wirklich all diese Dinge?“) auf fruchtbaren Boden fällt, ist wohl jedem Zuschauer selbst überlassen. Auch die Kritik an Medienriesen (Zuckerberg), die das Leben der Menschen bis ins Kleinste ausspionieren, um den Datenhandel voranzutreiben ist wohl nur ein Randaspekt des Films.

Unter dem Strich bleibt solide, leichte, gute deutsche Unterhaltung.

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