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Kinokritik: „Alita: Battle Angel“ – Bildgewaltig, episch, gut!

14. Februar 2019
Seit Mittwoch läuft „Alita: Battle Angel" im C1 Cinema Braunschweig. Ob es sich lohnt den Film auf der großen Leinwand anzuschauen, verraten unsere Kinokritiker. Foto: C1 Cinema; Video/Text: Nick Wenkel
Braunschweig. Das einstige Traumprojekt von "Avatar"-Regisseur James Cameron, die Anime-Realverfilmung „Alita: Battle Angle", läuft seit dem gestrigen Mittwoch mit Hilfe des Genre-Experten Robert Rodriguez ("Sin City") im C1 Cinema Braunschweig. Wo Cameron und Rodriguez draufstehen, ist eines garantiert: Bildgewalt. Wie sich „Alita" sonst so auf der großen Leinwand schlägt, sagen wir in der regionalHeute.de-Kinokritik.

Die Handlung

Mehrere Jahre in der Zukunft wird die verlassene Alita auf dem Schrottplatz von Iron City von Ido gefunden, einem mitfühlenden Cyber-Doktor, der den bewusstlosen Cyborg in seine Klinik mitnimmt. Als Alita erwacht, kann sie sich weder daran erinnern, wer sie ist, noch erkennt sie die Welt wieder, in der sie sich befindet. Alles ist ihr neu, jedes Erlebnis ein erstes Mal. Während Alita lernt, ihr neues Leben und die tückischen Straßen von Iron City zu meistern, versucht Ido sie vor ihrer geheimnisvollen Vergangenheit abzuschirmen. Ganz anders ihr gewiefter neuer Freund Hugo, der ihr seine Hilfe dabei anbietet, ihre Erinnerungen wachzurufen. Die Zuneigung zwischen den beiden wächst, bis tödliche Mächte hinter Alita her sind und ihre neu entdeckten Beziehungen bedrohen. Da geschieht es, dass Alita herausfindet, über welch außergewöhnliche Kampffähigkeiten sie verfügt und dass sie sie nutzen kann, um die Freunde und die Familie zu retten, die ihr ans Herz gewachsen sind. Entschlossen, die Wahrheit über ihre Herkunft aufzudecken, tritt Alita eine Reise an, auf der sie es mit den Ungerechtigkeiten dieser dunklen, korrupten Welt aufnimmt. Und die sie zu der Erkenntnis führt, dass eine junge Frau die Welt verändern kann, in der sie lebt.

Alle Infos, Trailer und Tickets gibt es unter www.c1-cinema.de.

Der Trailer zum Film

Kritik

„Alita: Battle Angel“ ist ein Film von Regisseur Robert Rodriguez („Sin City“) und basiert auf dem gleichnamigen Manga von Yukito Kishiro. Lange Jahre war die Geschichte über das „Robotermädchen“ das Traumprojekt von Star-Regisseur James Cameron („Titanic“), der mit seinen unzähligen „Avatar“-Fortsetzungen aber vermutlich gerade Wichtigeres zu tun hat. Als Produzent hatte Cameron für „Alita“ allerdings doch noch ein Plätzchen im Kalender gefunden. Der gebildete Kinogänger weiß: Bei einem Film vom Duo „Rodriguez – Cameron“ kann ich mich auf ein bildgewaltiges Abenteuer einstellen. Aber „Alita: Battle Angle“ übertrifft diese Erwartungen – ohne jede Frage. Was hier für ein visuelles Feuerwerk abgebrannt wird, stellt fast jeden anderen Film in den Schatten und bietet letztlich das vermutlich heftigste 3D-Erlebnis seit „Avatar“.

Bis ins kleinste Detail

Alleine das „Robotermädchen“ Alita ist vermutlich das Beeindruckendste, was der Kinozuschauer in Sachen „Motion Capture“-Darstellung in jüngster Zeit geboten bekommt. Von den Gesichtszügen bis zur Mimik wirkt alles unglaublich realistisch – und im wahrsten Sinne realistisch unglaublich. Denn: Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass es sich bei Alita um einen echten Menschen handelt, gleichzeitig wirkt sie aber auch nicht wie ein stumpfer Roboter. Diese Kunst, etwas Fiktives so realistisch umzusetzen, haben Rodriguez und Cameron mit Bravour gemeistert. Aber nicht nur den technischen Gegebenheiten ist es geschuldet, dass die Film-Heldin so unfassbar gut gelungen ist. Sondern allen voran auch der Darstellung von Schauspielerin Rosa Salazar („Maze Runner „), die vermutlich die beste „Motion Capture“-Darstellung seit Andy Serkis („Planet der Affen“) liefert.

Oscar-prämierte Starbesetzung

Neben Salazar spielen in „Alita: Battle Angle“ aber auch andere preisgekrönte Schauspieler mit. Mit Oscar-Preisträgern wie Christoph Waltz („Django Unchained“), Mahershala Ali („Green Book“) und Jennifer Connelly („A Beautiful Mind“) wird eine Star-Besetzung aufgefahren, die seines Gleichen sucht. Umso ärgerlicher, dass viele von ihnen leider nicht so viel Leinwand-Zeit bekommen, wie erwünscht. Vor allem die Rolle von Ali ist viel zu klein und unwichtig, ja geradezu verschwendet. Waltz macht zwar seine Rolle gewohnt gut, aber auch er kann der Geschichte kaum seinen Stempel aufdrücken. Generell wirkt die Handlung an einigen Stellen doch recht träge. Allen voran die Liebesbeziehung zwischen Hugo und Alita ist doch recht aufgesetzt und wird dem Kinozuschauer regelrecht aufgezwungen. Im Gegensatz zum visuellen Aspekt des Filmes wäre hier weniger sicher mehr gewesen. Aber sind wir mal ehrlich: Wer guckt sich einen Robert-Rodriguez-Film schon wegen der tiefgründigen Story an?

Fazit

Insgesamt bleibt dem C1-Kinogast mit „Alita: Battle Angel“ aber ein episches Abenteuer über Hoffnung und Selbstbestimmung, mit tollen Effekten und einer bildgewaltigen Darstellung. Wer endlich mal einen gut umgesetzten 3D-Film im Kino sehen möchte und in der Handlung den einen oder anderen Abstrich macht, der sollte sofort sein Ticket buchen!

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