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Kinokritik: „Aufbruch zum Mond“ – Gefühlvolle Reise in eine neue Welt

8. November 2018
"Aufbruch zum Mond" begeistert die Kritiker. Ein Film für die Oscars? Video: Janosch Lübke
Braunschweig. Am gestrigen Mittwoch feierte "Aufbruch zum Mond" im C1 Cinema Braunschweig seine Premiere. Die Geschichte hinter der Geschichte der Mondlandung 1969 glänzt als persönliches Porträt von Neil Armstrong. regionalHeute.de war bei der Premiere und sprach im Anschluss mit den Kritikern.

Hinter Neil Armstrong liegt eine lange Reise, ehe er 1969 mit einem kleinen Schritt für einen Menschen, aber einen großen Schritt für die Menschheit, seinen Fuß auf die Oberfläche des Mondes setzt. Die Reise in die neue Welt war nicht nur durch jahrelange Tests mit Rückschlägen beschwerlich, sondern für den jungen Mann eine emotionale Achterbahnfahrt. Gerade die persönliche Geschichte des Astronauten, der seine Probleme auf der Welt hinter sich lässt, fängt Regisseur Damien Chazelle hervorragend ein. Es ist ist keine Geschichte über einen ikonografischen Helden, sondern das Porträt eines sensiblen Mannes, der der Menschheit zu einem ihrer größten Triumphe verhalf. Ein Film zum Staunen und Mitfiebern.

Die Handlung

Sein Name ist untrennbar mit der Mondlandung verbunden: Neil Armstrong. „Aufbruch zum Mond“ erzählt den langen Weg des Astronauten und der beteiligten Wissenschaftler, bis er tatsächlich die ersten Schritte auf dem Mond machen konnte. Dabei wird vor allem das Privatleben Armstrongs in den Fokus gerückt – das er, so redet es sich der Held zumindest selbst ein, im Gegensatz zu seinem Beruf nicht kontrollieren kann. Auch der Verlust seiner kleinen Tochter Karen, die an den Folgen eines Hirntumors stirbt, und der Tod etlicher Freunde und Kollegen werden thematisiert – ebenso wie die stille Trauer des Protagonisten.

Und dazu: viele faszinierende Weltraumbilder. Wir erleben durch extremes Rattern und Rütteln, Material-Kreischen und Zündexplosionen das Physische der Astronautenmission, erleben den Tod einiger Freundes-Kollegen in den Testpilotphasen, werden in die politische Diskussion verwickelt, ob dieser Milliarden teure Raumfahrts-Wettlauf mit der Sowjetunion neben den Menschenleben auch sein Geld wert ist.

Und so blicken wir durch diesen Film zurück auf eine fortschrittsoptimistische Zeit: Sie ist ein Gegenspiegel unserer heutigen Verzweiflung über die Katastrophen, die der Mensch – auch durch seinen teuflischen Technikfortschritt – der Erde antut. Und so antwortet Gosling auf die Frage nach dem Sinn seiner Mission: Er habe von oben die unfassbar dünne und verletzliche Atmosphären-Schutzschicht unseres Planeten gesehen. Einen entscheidenden Schwerpunkt aber legt Chazelle auf die Frage, was strikte patriotische, letztlich durchaus auch heldenhafte Pflichterfüllung aus Familien macht. Denn Armstrongs Ehefrau (Claire Foy) ist zu Hause zum Abwarten verdammt. Sie ist die zweite Identifikationsfigur, die bis zum Ende der 60er eine innere Emanzipation durchläuft – mit einem sanft gebrochenen Happy End.

Alle Infos, Trailer und Tickets gibt es unter www.c1-cinema.de.

Der Trailer zum Film

Kritik:

Die Kritiker waren nach der Premiere mehr als zufrieden. Auch wenn das Ende des Films bekannt ist, weil es auf wahren Begebenheiten beruht, kam richtig Spannung auf. „Sehr spannend dargestellt“, „nervenaufreibend“, „fast wie Titanic“ – das waren nur einige der Stimmen. Auch der Sound schnitt sehr gut ab. Zudem vermittle der Film, wie gefährlich die damalige Zeit war.

4 von 5 regionalHeute.de-Punkten

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