Konferenz: Auf dem Weg zur inklusiven Stadtgesellschaft

4. Januar 2019
Erste Braunschweiger Inklusions-Konferenz am 8. und 9. Februar in der Stadthalle. Symbolfoto: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Wie können wir den Alltag von Menschen mit Behinderung einfacher gestalten, sie besser in die Arbeitswelt integrieren und ihnen barrierefreie Teilhabe ermöglichen? Das sind wesentliche Fragen, für die verschiedene Gruppen der Stadtgesellschaft gemeinsam Antworten im kommunalen Aktionsplan "Braunschweig Inklusiv" erarbeiten. Jetzt steht ein entscheidender Schritt in diesem Projekt an: Am 8. und 9. Februar findet in der Stadthalle die erste Braunschweiger Inklusions-Konferenz statt.

Expertinnen und Experten sowie alle interessierten Braunschweigerinnen und Braunschweiger sind eingeladen, sich mit ihren Ideen und Erfahrungen einzubringen. Das teilt die Stadt Braunschweig mit. In Workshops und anderen Beteiligungsmöglichkeiten sollen zu sechs definierten Lebensbereichen Ziele und Handlungsempfehlungen (Projekte und Maßnahmen) erarbeitet werden, die das inklusive Zusammenleben in Braunschweig fördern. Die Arbeitsergebnisse werden im kommunalen Aktionsplan zusammengefasst und sollen dem Rat der Stadt Braunschweig im Herbst 2019 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Gemeinsam klären, was getan werden muss

„Der Aktionsplan `Braunschweig Inklusiv´ ist die wesentliche Grundlage für die Entwicklung einer inklusiven Stadtgesellschaft“, sagt Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast. „Die erste gesamtstädtische Konferenz zur Inklusion ist für diesen Entwicklungsprozess entscheidend, denn alle Beteiligten können gemeinsam klären, was in unserer Stadt getan werden muss, um zukünftig gut und inklusiv zusammenzuleben. Dies ist auch ein großes und wichtiges Ziel des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts ISEK 2030. Inklusion ist ein dauerhafter Prozess, dem wir als Stadtgesellschaft große Bedeutung einräumen müssen.“

Grundlage ist die vom Rat der Stadt Braunschweig 2015 beschlossene Leitlinie zur gleichberechtigten Teilhabe „Braunschweig Inklusiv“. Diesem Beschluss ging ein im Jahr 2012 begonnener Entwicklungsprozess voraus, der auf Bestreben des Behindertenbeirats Braunschweig initiiert wurde. An der weiteren Entwicklung waren Vertreter aus Politik, Wohlfahrtsverbänden, Wohnungsunternehmen, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, Anbieter für Leistungen für Menschen mit Behinderung, verschiedene städtische Fachbereiche und vor allem Menschen mit Behinderung und Verbände zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung beteiligt.

Die Konferenz bietet sieben Workshops zur Auswahl an:

  • „Ich bin mobil in Braunschweig.“ – Verkehr und Mobilität
    Jede/r kann sich ungehindert und selbstbestimmt von einem Ort zum anderen bewegen.
  • „Ich wohne gut.“ – Wohnen
    Jede/r soll frei wählen können wie, wo und mit wem sie oder er wohnen möchte.
  • „Ich habe heute frei.“ – Freizeit und Kultur
    Unterschiedliche Teilhabevoraussetzungen der Menschen werden von Kulturschaffenden und Kulturveranstaltern sowie von den Verantwortlichen für Erholung und Freizeit berücksichtigt.
  • „Ich lebe gesund.“ – Sport und Gesundheit
    Unterschiedliche Teilhabevoraussetzungen der Menschen werden von den Verantwortlichen für Sport und Gesundheit berücksichtigt.
  • „Ich arbeite gern.“ – Arbeit
    Jede/r erhält Anerkennung und Respekt für ihre/seine Fertigkeiten, Fähigkeiten und ihren/seinen verdienstvollen Beitrag zur Arbeitswelt.
  • „Ich will lernen.“ – Erziehung und Bildung
    Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen können gemeinsam aufwachsen und lernen.
  • „Ich bin dabei!“ – Öffentliches und politisches Leben
    Es werden Mitbestimmung und Beteiligung an politischen Prozessen sowie die damit in Zusammenhang stehenden Förderung und ggf. erforderlichen Assistenzleistung gewährleistet.

Den Einstieg bilden zwei Impulsthemen, „Mehrwert Inklusion“ und „Barrierefreie Zugänge“ die in Gesprächsform auf dem Podium angeboten werden. Parallel zu den Beteiligungsangeboten wird es einen „Markt der Möglichkeiten“ geben, der diverse Informationsangebote zum Thema Inklusion von Institutionen, Vereinen und Verbänden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereithält.

Anmeldungen sind bis zum 18. Januar möglich unter www.braunschweig.de/bik. Dort gibt es auch alle Informationen. Kontakt: bik@braunschweig.de

Termin und Ort:
Erste Braunschweiger Inklusions-Konferenz (BIK): Freitag, 8. Februar, 9:30 bis 16:30 Uhr, und Samstag, 9. Februar, 9:15 bis 14:15 Uhr, im Congress Saal der Stadthalle Braunschweig, Leonhardplatz, Eingang von der Ottmerstraße.

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