Kreative Prozesse: Untersuchung zur Rolle des Computers

11. Juli 2019
Automatisierte Kreativität. Bild: Jánso Krüger/TU Braunschweig
Braunschweig. Künstliche Intelligenz und Algorithmen werden immer deutlicher Teil des Alltags. Ein Projekt der Technischen Universität Braunschweig untersucht Formen und Auswirkungen von algorithmischer Kreativität aus kultur- und geisteswissenschaftlicher Perspektive. Eckart Voigts, Jan Röhnert und Dietmar Elflein von der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften erhalten dafür eine Förderung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK). Das berichtet die TU Braunschweig in einer Pressemitteilung.

Bereits lange vor der Selbstverständlichkeit der Digitalisierung experimentierten Musikerinnen und Musiker, Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit automatisierter Kreativität. Das vom MWK mit maximal 500.000 Euro geförderte Forschungsprojekt von Professor Eckart Voigts vom Institut für Anglistik und Amerikanistik, Professor Jan Röhnert vom Institut für Germanistik und apl. Professor Dietmar Elflein vom Institut für Musik und ihrer Vermittlung analysiert Automatisierung in Musik und Literatur. Die Forscher beschreiben, wie dadurch etablierte Praxen, Ethiken und Konzeptionen ergänzt, überlagert und transformiert werden.

Geschichte der lernenden Programme

„Wir wollen schauen, was sich hinter dem Schlagwort der ‚Künstlichen Intelligenz‘ verbirgt, nämlich eigentlich aufgrund von Erfahrungswissen „lernende“ Computerprogramme. Wir fragen, welche sozialen, kulturellen und ästhetischen Veränderungen der Einsatz solcher neuronalen Netze und ihrer Vorläufer in Bereichen kreativen Arbeitens wie Musik und Literatur historisch bewirkt haben, was sie jetzt gerade verändern, und auch, wie wir uns die Zukunft maschineller Kreativität vorstellen könnten“, sagt Professor Voigts.

Dabei konzentriere sich der Teilbereich Literatur auf die Aufarbeitung maschineller Schreibkreativität, von ihren historischen und theoretischen Anfängen in den Automaten des 17. und 18. Jahrhunderts bis zu den Deep-Learning-Anwendungen des 21. Jahrhunderts. Der musikwissenschaftliche Teil des Projekts wolle Veränderungen des Kreativitätsdispositivs in verschiedenen Bereichen musikalischen Schaffens im Spannungsfeld von populärer Musik und zeitgenössischer E-Musik nachspüren.

Mit der Ausschreibung „Geistes- und Kulturwissenschaften – digital“ unterstütze das MWK innovative Projekte zu neuen Forschungsmöglichkeiten, die sich durch den Einsatz digitaler Methoden ergeben und die damit verbundenen Veränderungen durchdenken. Im Zuge des Programms fördere das MWK insgeamt 13 Forschungsprojekte niedersächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit insgesamt rund sechs Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

Gefördert werden grundlagen- und anwendungsorientierte Projekte, die eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den geistes- und kulturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen beinhalten.

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