LAB-Vergewaltiger kommt mit Bewährungsstrafe davon

29. Juni 2018 von
Das Opfer sei bereits mehrfach vergewaltigt worden. Das Strafmaß habe ihrem Schutz gedient. Symbolfoto: pixabay
Braunschweig. Aktuell wurde vor dem Amtsgericht Braunschweig der Fall einer Vergewaltigung an der Landesaufnahmebehörde Braunschweig behandelt. Der 24-jährige Asylbewerber hatte die Tat kurz vor der Verhandlung gestanden. Er hatte sich an einer Mitbewohnerin vergangen. Das Gericht gab ihm zwei Jahre auf Bewährung. Dies geht aus einem Artikel der Braunschweiger Zeitung hervor.

Dem Angeklagten hatte die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, im Bereich der LAB Braunschweig eine dort ebenfalls anwesende Frau auf dem Flur des Hauses zu sich gewunken und unter falschen Vorwand in sein Zimmer gelockt zu haben. Dort habe er die Tür geschlossen und sie brutal vergewaltigt (regionalHeute.de berichtete).

Sein Geständnis sei vor Gericht von seinem Pflichtverteidiger vorgelesen worden. Um der labilen Frau, die in ihrem Leben mehrfach missbraucht worden sein soll, die Gegenüberstellung zu ersparen, habe man auf ein Geständnis gedrängt. Dies allerdings habe ein mildes Strafmaß vorausgesetzt. Deshalb habe der bereits mehrfach vorbestrafte Mann, der trotz seiner zwölf verschiedenen Personalien selbst angab aus Somalia zu stammen, eine Bewährungsstraße erhalten. Sein Opfer sei durch die Tat schwanger geworden, dies sei aber erst nach der Tat bei einer frauenärztlichen Untersuchung aufgefallen. Die Frau habe daraufhin das Kind abgetrieben, geht aus dem Artikel der Braunschweiger Zeitung hervor.

Während seiner Bewährungsstrafe erhalte der Verurteilte allerdings keinen Bewährungshelfer. Die Kosten für den zusätzlich benötigten Dolmetscher seien zu hoch.

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