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Landerer & Company im LOT-Theater

6. März 2018
Foto: Katrin Ribbe
Braunschweig. Vergangenes Wochenende war der erfolgreiche Choerograph Felix Landerer mit seiner Tanz-Company im LOT-Theater zu Gast. Mitgebracht hat er seine Produktion „LUCKY“, eine Anlehnung an Samuel Backetts „Warten auf Godot“, wobei es um das scheinbar sinnlose Warten auf eine Person namens Godot geht, heißt es in einer Pressemitteilung des Theaters.

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Thematisiert wurde die Vergänglichkeit des Menschen und der Umgang mit seiner Zeit. Die Zeit, die für uns alle begrenzt ist, auf deren Vergehen wir aber ständig warten. Oft wissen wir nicht wohin mit uns und einfach mal gar nichts tun, das ist für viele eine Qual. Doch vielleicht sollten wir lernen, auch die Langeweile, die den Anschein vom „Nichts tun“ hat, auch einmal zu genießen. Denn in der Langeweile entfaltet der Mensch seine schöpferische Kraft. Das Warten, Langweilen und Hetzen setzten Landerer&Company in ihrer Produktion tänzerisch um.

Innere Zerrissenheit

Eine Tänzerin verkörperte dabei eine Person, die die Zeit kontrollieren konnte, alle anderen mussten sich nach ihr richten. So machte sie ihren Mittänzerinnen das Leben schwer. Sie ließ sie nicht zur Ruhe kommen, obwohl sie eine Pause brauchten, ließ sie nicht ihren Freizeitspaß ausleben und schrieb ihnen vor, wann sie was zu tun hatten. Gut dabei zu erkennen war die innere Zerrissenheit der Tänzerinnen. Hin und her gerissen waren sie. Lieber Zeit in wichtige Arbeiten investieren, oder doch lieber Zeit verschwenden, für unwichtige Sachen, die aber der Seele gut tun?

Die Tänzerin, die die Kontrolle über die Zeit hatte, schrieb ihren Kolleginnen ebenfalls vor, wann und ob sie zu Warten hatten. Sie suggerierte ihnen, dass immer noch etwas Größeres oder Besseres passiert, wenn sie nur lange genug warteten. So tanzten die Tänzerinnen mit der Zeit um ihre Zeit und dies mit einmalig starkem Ausdruck. „LUCKY“ zeigte aber auch, dass wir glücklich sein können, dass uns überhaupt diese kostbare Zeit auf Erden geschenkt wurde und dass das Akzeptieren unserer Vergänglichkeit, der erste Schritt in ein freies Leben ist, welches wir genießen können.

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