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Landwirte verhindern weiterhin Messungen in der Asse

21. Juni 2016 von
Eigentlich wollte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit seinen 3D-seismischen Messungen in der Asse schon im Frühjahr beginnen. Symbolbild. Foto: Archiv

Asse. Eigentlich wollte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit seinen 3D-seismischen Messungen in der Asse schon im Frühjahr beginnen. Weil sich Grundstückseigentümer aber weiterhin wehren, das (BfS) für die Messungen auf ihr Grundstück zu lassen, konnten die Messungen noch immer nicht gestartet werden. Einer der Landwirte, der die Pläne des BfS blockiert, ist überzeugt, dass die Rückholung des Atommülls aus der Asse unnötig sei.


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„Das 3D-Modell der Asse dient unter anderem dazu, fehlende Kenntnisse über mögliche Wasserwege im Untergrund zu beseitigen. Dies ist für die Planungen ein wesentlicher Punkt, über den auch mit der Begleitgruppe Einigkeit herrscht. Der Verzicht auf das Verfahren wäre gleichzeitig ein Verzicht auf einen möglichen Sicherheitsgewinn“, betont Ina Stelljes vom BfS. Auf einem Areal von insgesamt 38 Quadratkilometern Größe soll mit dem Verfahren der 3D-Seismik anhand von Schallwellen der Untergrund von der Oberfläche aus untersucht werden. Da sich die Messpunkte aber zum größten Teil auf Privatgrundstücken befinden, braucht das BfS die Unterstützung der Eigentümer, die für die Messungen den Zutritt zu ihren Grundstücken erlauben müssen. Wie das BfS berichtet, seien hierbei mehr als 700 Eigentümer betroffen. Nach ersten Befragungen im vergangenen Jahr hatten allerdings rund zehn Eigentümer signalisiert, dass sie den Zutritt zu ihren Grundstücken verweigern werden, darunter zwei, die sehr große und für die Qualität der Messung zentrale und wichtige Grundstücke besitzen. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert.

Gründe für die Ablehnung

Wie Ina Stelljes erklärt, ist einer der Landwirte, der sein Grundstück für die Messungen nicht freigibt, davon überzeugt, dass der Atommüll in der Asse keine Gefahr darstelle und die geplante Rückholung damit unnötig sei. „Ein weiterer Eigentümer von großen und zentralen Flächen“, so Stelljes, „befürwortet zwar ausdrücklich die Rückholung, sieht aber nach eigenen Angaben keinen Nutzen und Gewinn in dem geplanten Messverfahren und hat nach einem ersten Gespräch seine Ablehnung signalisiert.“ Aber wie reagiert das BfS auf die ablehnende Haltung der Eigentümer? „Klagen stehen derzeit nicht zur Diskussion“, erklärt Ina Stelljes. Stattdessen sei es das Ziel, die Betretungsrechte im Einvernehmen zu klären. Dennoch betont Stelljes: „Wir können und wir werden es jedoch nicht zulassen, dass hier einzelne Personen Fragen des Allgemeinwohls beantworten, vor allem, wo es um Fragen der Sicherheit geht.“

Direkte Gespräche mit den Grundstückseigentümern finden nach Angaben des BfS zurzeit allerdings nicht statt. In erster Linie würden die Gespräche mit Interessensgemeinschaften wie dem Niedersächsischen Landvolk Braunschweiger Land e.V. und den Niedersächsischen Landesforsten laufen, so Stelljes.

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