Managergehälter steigen weiter – Linke fordert Beschränkung

14. März 2019
Victor Perli fordert eine gesetzliche Beschränkung der Managergehälter. Foto: Die Linke
Berlin/Braunschweig. Die Unterschiede zwischen Managergehältern und dem Einkommen von Angestellten sind weiter gestiegen. Die steigende Ungleichheit bei den Einkommen war in dieser Woche Thema im Bundestag. Die Linksfraktion forderte in einem Antrag, die Gesamtbezüge eines Vorstandsmitglieds auf das 20-fache des niedrigsten Angestelltengehalts im Unternehmen zu begrenzen. Das teilt das Regionalbüro von Victor Perli in einer Pressemitteilung mit.

Zusätzlich sollen die Managergehälter bei der Steuer gedeckelt werden. Die Konzerne könnten dann nur noch maximal die erste halbe Million eines gezahlten Managergehalts von der Steuer abschreiben. Der für unsere Region zuständige Bundestagsabgeordnete Victor Perli (Die Linke) begründete den Antrag und sei auf die unverhältnismäßige Verteilung von Einkommen in Deutschland eingegangen. „Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn bekomme 3.100 Euro Rente – pro Tag! Ich bezweifle, dass er so viel härter arbeitet als die Belegschaft“, so Perli. 2018 erhielten die Spitzenverdiener unter den Chefs deutscher DAX-Konzerne bis zu 10 Millionen Euro Jahresvergütung. Neben den Managergehältern steigen aber auch die Ausschüttungen an die Aktionäre großer Unternehmen. Deswegen fordere die Linke mit ihrem Antrag auch, dass die Vergütung von Unternehmensvorständen in Form von Aktien sowie übermäßige Abfindungen untersagt werden.

Das Hartz IV System muss überwunden werden

Perli zeigte sich besorgt über die wachsende soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft, die seiner Meinung nach nicht allein ein soziales, sondern auch ein politisches Problem darstelle. „Der Unmut in der Bevölkerung wächst. Es gehe der Demokratie mehr und mehr an die Substanz, wenn der Eindruck entstehe, dass nur eine reiche Minderheit von der Politik profitiert und die große Mehrheit den Gürtel enger schnallen soll.“ Die Linke fordere seit längerem einen sozialen Ausgleich in Form steigender Löhne und Renten, einer Überwindung des Hartz-IV-Systems und Investitionen in gute Infrastruktur und bezahlbares Wohnen. „Für eine Politik, die dem Allgemeinwohl verpflichtet ist, müssen Superreiche und Großkonzerne stärker in die Pflicht genommen werden“, so Perli.

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